So haben wir bewertet
Jedes Produkt erhält für jedes Kriterium eine Teilnote. Die Gesamtnote ist der gewichtete Durchschnitt dieser Teilnoten. Grundlage sind Herstellerangaben, Händlerdaten und Kundenbewertungen, Stand Oktober 2026.
Gewicht und Faltmaß (25 %)
Je leichter und kompakter das Gerät, desto einfacher gelingen Heben, Verstauen und Transport.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Rehasense Athlon SL Carbon (Größe L) | 1,2 | Mit 5,2 kg und einer schmalsten Faltseite von 22,5 cm ist es das leichteste Gerät im Vergleich. |
| 2. Dietz TAiMA S-GT | 1,3 | 5,3 kg und 23 x 62 x 76 cm gefaltet, das Gerät steht zusammengeklappt von selbst. |
| 3. Drive Medical Nitro | 2,1 | 6,7 bis 7,3 kg je nach Größe, ein Faltmaß fanden wir nicht. |
| 4. Topro Pegasus Carbon | 1,5 | 6,1 kg ohne Tasche und 27,3 cm schmalste Faltseite, nur zwei Modelle sind leichter. |
| 5. Arebos Rollator Aluminium faltbar | 2,1 | 7,1 kg und eine gefaltete Breite von etwa 27 cm, Länge und Höhe gefaltet fehlen. |
| 6. Kesser Rollator Aluminium | 2,6 | 7,8 kg und 35 x 23 x 85 cm gefaltet, schwerer als die Geräte unter 7,5 kg. |
| 7. Dietz TAiMA M-Eco | 2,8 | 8,1 kg wegen des Stahlrahmens, gefaltet nur 23 cm breit. |
| 8. Drive Medical Migo 2G | 3,0 | 8,3 kg ohne Korb und Tablett, gefaltet 58 x 23 x 74 cm. |
| 9. abc HOME Rollator Leichtgewicht 7,3 kg | 2,3 | 7,3 kg und 74 x 29 x 82 cm gefaltet, mit 74 cm ist die Tiefe vergleichsweise groß. |
| 10. Topro Olympos ATR (Größe S) | 3,4 | 8,7 kg und 77 x 27 x 85 cm gefaltet, schwerstes und größtes Faltmaß im Vergleich. |
Stabilität und Belastbarkeit (25 %)
Zählt die zulässige Belastung, das Rahmenmaterial und die Größe der Räder.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Rehasense Athlon SL Carbon (Größe L) | 1,5 | 150 kg Belastbarkeit und ein Carbonrahmen, 8 Jahre Herstellergarantie auf den Rahmen. |
| 2. Dietz TAiMA S-GT | 1,7 | 150 kg Belastbarkeit bei Aluminiumrahmen, Soft-PU-Reifen und Lenkdämpfer. |
| 3. Drive Medical Nitro | 1,9 | 130 kg Belastbarkeit, Aluminiumrahmen und große Vorderräder mit 24,5 cm. |
| 4. Topro Pegasus Carbon | 1,8 | Carbonrahmen und pannensichere Reifen, die Belastbarkeit liegt bei 130 kg. |
| 5. Arebos Rollator Aluminium faltbar | 2,2 | 136 kg Belastbarkeit und Aluminiumrahmen, der Raddurchmesser ist nicht angegeben. |
| 6. Kesser Rollator Aluminium | 2,1 | 136 kg Belastbarkeit, Aluminiumrahmen und 20 cm große Räder. |
| 7. Dietz TAiMA M-Eco | 2,0 | 150 kg Belastbarkeit auf Stahlrohrrahmen, Raddurchmesser nicht angegeben. |
| 8. Drive Medical Migo 2G | 2,8 | 130 kg Belastbarkeit und nur 19 cm große Räder, das Rahmenmaterial ist nicht angegeben. |
| 9. abc HOME Rollator Leichtgewicht 7,3 kg | 2,6 | Belastbarkeit etwa 130 kg, Aluminiumrahmen und 19,5 cm große Räder. |
| 10. Topro Olympos ATR (Größe S) | 1,3 | 150 kg Belastbarkeit und 28 cm große Vorderräder mit Geländereifen, die größten der zehn Modelle. |
Sitz und Griffhöhe (20 %)
Bewertet, wie weit sich Sitz und Griffe an unterschiedliche Körpergrößen anpassen lassen.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Rehasense Athlon SL Carbon (Größe L) | 1,4 | Griffe von 74 bis 102 cm, der weiteste Bereich der Gruppe, und die höchste Sitzhöhe decken große Nutzer ab. |
| 2. Dietz TAiMA S-GT | 2,6 | Sitzhöhe 51 cm und Griffe nur von 76 bis 86 cm, der Hersteller empfiehlt 1,50 bis 1,65 m Körpergröße. |
| 3. Drive Medical Nitro | 1,8 | Vier Größen mit Sitzhöhen von 45 bis 62 cm decken sehr kleine und große Nutzer ab. |
| 4. Topro Pegasus Carbon | 1,7 | Sitzhöhe 63 cm und Griffe von 79 bis 97,6 cm, empfohlen für 150 bis 200 cm Körpergröße. |
| 5. Arebos Rollator Aluminium faltbar | 2,5 | Sitzhöhe 54 cm und sechs Griffstufen von 78,5 bis 92 cm, nur eine Größe. |
| 6. Kesser Rollator Aluminium | 2,4 | Sitzhöhe 56 cm, sechs Griffstufen von 78,5 bis 93,5 cm, ausgelegt für etwa 150 bis 195 cm. |
| 7. Dietz TAiMA M-Eco | 2,3 | Sitzhöhe 59 cm und Griffe von 79 bis 95 cm bei 63 cm Gesamtbreite. |
| 8. Drive Medical Migo 2G | 2,0 | Sitzhöhe 60 cm und Griffe von 80 bis 100 cm, ein Verstellbereich von 20 cm. |
| 9. abc HOME Rollator Leichtgewicht 7,3 kg | 2,8 | Sitzhöhe 55 cm, der Griffbereich von 82 bis 94 cm ist mit 12 cm der schmalste der zehn Modelle. |
| 10. Topro Olympos ATR (Größe S) | 2,0 | In Größe S Sitzhöhe 54 cm und Griffe von 69 bis 86,5 cm, Größe M mit 60 cm Sitzhöhe. |
Ausstattung (15 %)
Berücksichtigt Tasche, Stockhalter, Ankipphilfe, Rückenstütze und Bremsen.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Rehasense Athlon SL Carbon (Größe L) | 1,6 | Tasche, Stockhalter und Rückengurt sind im Komplettpaket enthalten, dazu Steighilfe und Feststellbremse. |
| 2. Dietz TAiMA S-GT | 1,4 | Rückenstütze, Netz, Stockhalter, Ankipphilfe, Lenkdämpfer und Reflektoren sind serienmäßig dabei. |
| 3. Drive Medical Nitro | 1,6 | Gepolsterter Sitz, Tasche, Stockhalter, Ankipphilfe und passive Beleuchtung sind Serie. |
| 4. Topro Pegasus Carbon | 1,8 | Ergonomische Griffe, Reflektoren und Tasche mit 10 kg Traglast, Zubehör ist separat erhältlich. |
| 5. Arebos Rollator Aluminium faltbar | 2,0 | Abnehmbare Tasche, Stockhalter, Ankipphilfe und Reflektoren, aber ohne Rückengurt-Angabe. |
| 6. Kesser Rollator Aluminium | 2,2 | Tasche mit 13 Litern, Stockhalter, Reflektoren und Bremse mit drei Stellungen, keine Ankipphilfe genannt. |
| 7. Dietz TAiMA M-Eco | 1,8 | Rückenbügel, Einkaufsnetz, Stockhalter, Ankipphilfe und Lenkdämpfer sind serienmäßig. |
| 8. Drive Medical Migo 2G | 1,9 | Korb und Tablett mit je 5 kg Traglast, Stockhalter und Doppelfunktionsbremse sind enthalten. |
| 9. abc HOME Rollator Leichtgewicht 7,3 kg | 2,4 | Tasche mit Schulterriemen, Ankipphilfe und Feststellbremse, kein Stockhalter genannt. |
| 10. Topro Olympos ATR (Größe S) | 2,2 | Wasserabweisende Tasche mit 15 kg Traglast, Rückenstütze und Tablett nur als Zubehör. |
Preis-Leistung (15 %)
Setzt die übrigen Teilnoten ins Verhältnis zum aktuellen Straßenpreis.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Rehasense Athlon SL Carbon (Größe L) | 3,1 | Sehr gute Datenlage, aber etwa 380 Euro sind fast das Doppelte vergleichbarer Alu-Geräte. |
| 2. Dietz TAiMA S-GT | 1,9 | Spitzenwerte bei Gewicht und Ausstattung zu etwa 180 Euro, der Preis liegt im mittleren Bereich. |
| 3. Drive Medical Nitro | 2,6 | Gute Ausstattung und viele Größen, aber etwa 210 Euro bei nur 130 kg Belastbarkeit. |
| 4. Topro Pegasus Carbon | 3,9 | Mit etwa 620 Euro das teuerste Gerät, bei 130 kg Belastbarkeit statt 150 kg. |
| 5. Arebos Rollator Aluminium faltbar | 1,4 | Etwa 90 Euro für solide Werte und die meisten Bewertungen im Vergleich ergeben die beste Bilanz. |
| 6. Kesser Rollator Aluminium | 1,7 | Etwa 90 Euro und 169 Bewertungen bei Otto, bei etwas höherem Gewicht als Arebos. |
| 7. Dietz TAiMA M-Eco | 2,2 | Etwa 130 Euro für 150 kg Belastbarkeit und gute Ausstattung, aber schwerer Stahlrahmen. |
| 8. Drive Medical Migo 2G | 1,5 | Etwa 70 Euro für ein vollständig ausgestattetes Gerät, bei Abstrichen im Gewicht. |
| 9. abc HOME Rollator Leichtgewicht 7,3 kg | 2,0 | Etwa 100 Euro für ein leichtes Alu-Gerät, aber mit knappem Verstellbereich und wenig Zubehör. |
| 10. Topro Olympos ATR (Größe S) | 3,3 | Etwa 370 Euro bei höchstem Gewicht, der Preis zahlt vor allem die Geländetauglichkeit. |
Kaufberatung: Worauf Sie bei Rollatoren achten sollten
Was ein Leichtgewicht-Rollator leisten soll
Ein Rollator ist eine Gehhilfe mit vier Rädern. Er gibt Halt, trägt Einkäufe und bietet auf Wunsch eine Sitzfläche für kurze Pausen. Als Leichtgewicht gelten Geräte, die sich auch von Menschen mit eingeschränkter Kraft in ein Auto oder die Wohnung heben lassen. Eine einheitliche Gewichtsgrenze für diese Bezeichnung nennen die ausgewerteten Herstellerseiten nicht. In diesem Vergleich liegen die Modelle zwischen 5,2 und 8,7 Kilogramm.
Ein geringes Gewicht ist nur ein Kriterium unter mehreren. Ein Rollator muss das Körpergewicht des Nutzers sicher abstützen, er muss zur Körpergröße passen und sich zuverlässig bremsen lassen. Wer ihn überwiegend in der Wohnung nutzt, braucht kleine, wendige Räder. Wer draußen unterwegs ist, profitiert von größeren Rädern, die Kanten und Unebenheiten besser schlucken.
Bevor Sie Preise vergleichen, sollten Sie also drei Fragen beantworten: Wo wird das Gerät hauptsächlich genutzt, wie oft muss es gehoben werden, und wie groß und schwer ist der Nutzer?
Hilfreich ist eine kurze Probe im Sanitätshaus: Stellen Sie sich hinter das Gerät, prüfen Sie die Griffhöhe, schieben Sie es durch einen Gang und klappen Sie es selbst zusammen. Wer das Falten allein nicht schafft, wird es im Alltag selten tun. Fragen Sie auch, ob sich das Gerät bei Bedarf mit Zubehör wie Tablett oder Rückengurt nachrüsten lässt.
Bauarten im Überblick
Die meisten Rollatoren haben vier Räder, einen Rahmen aus Aluminium, Stahl oder Carbon, zwei Handbremsen und eine Sitzfläche. Daneben gibt es Varianten für bestimmte Einsatzzwecke.
| Bauart | Typischer Einsatz | Besonderheit |
|---|
| Standard-Rollator, vier Räder | Wohnung und Gehwege | Sitz, Tasche, Bremsen, mittlere Räder |
| Outdoor-Rollator | Wald, Schotter, Kopfstein | Große Räder, oft schwerer |
| Indoor-Rollator | Wohnung, Flure | Schmal, wendig, kleine Räder |
| Dreirad-Gehwagen | Enge Räume | Sehr wendig, meist ohne Sitz |
| 2-in-1 mit Rollstuhlfunktion | Kurzstrecken mit Begleitung | Fußstützen, höheres Gewicht |
Dieser Vergleich betrachtet faltbare Vierrad-Rollatoren mit Sitz für draußen und drinnen.
Eigengewicht und Faltmaß richtig bewerten
Das Eigengewicht beeinflusst, wie oft Sie das Gerät ohne Mühe heben können. Der Unterschied zwischen dem leichtesten Modell mit 5,2 Kilogramm und dem schwersten mit 8,7 Kilogramm beträgt 3,5 Kilogramm. Wer den Rollator zehnmal pro Woche ins Auto hebt, bewegt dabei 35 Kilogramm mehr, im Jahr sind es rund 1.800 Kilogramm. Das fällt vor allem bei Rücken- oder Schulterbeschwerden ins Gewicht.
Achten Sie auf die Angabe, ob das Gewicht mit oder ohne Tasche gilt. Beim Topro Pegasus Carbon nennt der Händler 6,1 Kilogramm ohne und 6,6 Kilogramm mit Tasche. Die Zubehörteile wiegen also etwa 0,5 Kilogramm.
Das Faltmaß entscheidet, ob das Gerät in den Kofferraum passt. Messen Sie Ihren Kofferraum aus und vergleichen Sie Breite, Tiefe und Höhe mit der Herstellerangabe. Manche Rollatoren stehen gefaltet von selbst, das erleichtert das Verstauen in einer engen Wohnung. Bei den Modellen dieses Vergleichs misst die schmalste Seite des gefalteten Geräts zwischen 22,5 und 29 Zentimetern.
Sitzhöhe und Griffhöhe passend einstellen
Die Griffe sollten bei locker hängenden Armen etwa auf Höhe des Handgelenks liegen. Dann bleiben die Ellenbogen leicht gebeugt, und die Schultern bleiben entspannt. Steht der Rollator zu niedrig, beugt sich der Nutzer nach vorn, steht er zu hoch, zieht er die Schultern hoch. Beides ermüdet.
Die Sitzhöhe sollte so gewählt sein, dass die Füße im Sitzen flach am Boden stehen und die Knie ungefähr einen rechten Winkel bilden. Sitzt man zu hoch, ist das Aufstehen leicht, aber die Füße hängen. Sitzt man zu tief, fällt das Aufstehen schwer.
Hersteller geben empfohlene Körpergrößen an. Der Dietz TAiMA S-GT ist für etwa 1,50 bis 1,65 Meter ausgelegt, der Topro Pegasus Carbon für 150 bis 200 Zentimeter. Drive Medical bietet den Nitro in vier Größen mit Sitzhöhen von 45 bis 62 Zentimetern an. Modelle mit nur einer Größe und enger Griffverstellung passen weniger Menschen. Messen Sie vor dem Kauf die Handgelenkshöhe und die Kniekehlenhöhe.
Belastbarkeit, Rahmen und Material
Die Belastbarkeit gibt das zulässige Gesamtgewicht an. Dietz nennt sie ausdrücklich als Benutzergewicht einschließlich Zuladung. Rechnen Sie daher Körpergewicht, Kleidung und Einkäufe zusammen und lassen Sie einen Sicherheitspuffer. In diesem Vergleich liegen die Werte bei 130, 136 und 150 Kilogramm.
| Material | Gewicht | Beispiel im Vergleich |
|---|
| Stahl | Höher, robust, günstig | Dietz TAiMA M-Eco mit 8,1 kg |
| Aluminium | Leicht bis mittel | Arebos mit 7,1 kg, Kesser mit 7,8 kg |
| Carbon | Sehr leicht, teurer | Rehasense mit 5,2 kg, Topro Pegasus mit 6,1 kg |
Carbon spart Gewicht, kostet aber im Vergleich das Vier- bis Siebenfache eines einfachen Alu-Geräts. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie oft der Rollator gehoben wird. Für Nutzer, die ihn einmal ins Auto laden und dann vor Ort schieben, bietet Aluminium meist das bessere Verhältnis aus Gewicht und Preis.
Mehr Material bedeutet nicht automatisch mehr Sicherheit. Entscheidend ist, dass die zulässige Belastung zu Ihrem Gewicht passt und der Rahmen nicht wackelt.
Räder und Untergrund
Der Raddurchmesser bestimmt, wie gut ein Rollator über Hindernisse rollt. Kleine Räder um 19 Zentimeter reichen in der Wohnung und auf glattem Pflaster. Auf Kopfsteinpflaster, Schotter oder Rasenkanten bleiben sie schneller hängen. Der Topro Olympos ATR hat vorn 28 Zentimeter große Räder mit Geländereifen und ist damit für unebene Wege gebaut. Der Drive Nitro bietet vorn 24,5 Zentimeter.
Auch die Reifenart zählt. Vollgummi und pannensichere PU-Reifen brauchen keine Pflege und platzen nicht, federn aber weniger. Luftreifen dämpfen besser, müssen jedoch aufgepumpt werden und können einen Platten haben. Einige Modelle haben Lenkdämpfer, die ein Flattern der Vorderräder bei höherem Tempo verhindern.
Ankipphilfen, kleine Tritte an der Hinterachse, helfen beim Überwinden von Bordsteinen. Sie fehlen bei einzelnen Modellen, etwa beim Kesser, wo die ausgewerteten Angaben sie nicht nennen.
Berücksichtigen Sie zusätzlich die Radbreite. Schmale Räder rollen auf glattem Boden leicht, versinken aber schneller in weichem Untergrund. Breitere Reifen verteilen das Gewicht besser, bauen jedoch größer. Beim Drive Migo 2G nennt ein Händler 5 Zentimeter Radbreite, beim Topro Olympos ATR 4,2 Zentimeter, beim Topro Pegasus Carbon 3,6 Zentimeter.
Bremsen und Sicherheit
Jeder Rollator hat zwei Handbremsen und eine Feststellfunktion. Bei den meisten Modellen drückt man die Bremsgriffe nach unten, um das Gerät zu arretieren. Setzen Sie sich nur auf den Rollator, wenn die Feststellbremse eingerastet ist und das Gerät auf ebenem Boden steht. Der Sitz dient dem kurzen Ausruhen, nicht dem Transport einer Person.
Einige Hersteller nennen die Norm DIN EN ISO 11199-2, die Anforderungen an Rollatoren beschreibt. Ein Hinweis darauf ist ein Anhaltspunkt, ersetzt aber keine eigene Prüfung. Achten Sie darauf, dass Reflektoren am Gerät oder an der Tasche vorhanden sind, wenn Sie in der Dämmerung unterwegs sind.
Prüfen Sie vor jeder längeren Nutzung die Bremsen und den festen Sitz der Griffe. Ziehen die Bremsen ungleichmäßig, lassen Sie das Gerät beim Sanitätshaus nachstellen.
Kosten und Kostenübernahme durch die Krankenkasse
Die Preise in diesem Vergleich reichen von etwa 70 bis 620 Euro. Teilen Sie den Kaufpreis durch die erwartete Nutzungsdauer, um die Jahreskosten zu schätzen. Ein Gerät für 90 Euro, das drei Jahre hält, kostet rechnerisch 30 Euro pro Jahr. Ein Gerät für 180 Euro über fünf Jahre kostet 36 Euro pro Jahr. Ein Carbon-Modell für 620 Euro über sieben Jahre, so lange gilt die Herstellergarantie auf den Rahmen, kostet etwa 89 Euro pro Jahr.
Rollatoren stehen als Gehhilfen im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherung. Laut der hkk braucht man eine ärztliche Verordnung, die ab dem Ausstellungsdatum 28 Tage gültig ist. Das Gerät wird über einen Vertragspartner der Kasse bezogen, oft im Rahmen einer Versorgungspauschale für einen vereinbarten Zeitraum. Ab dem 18. Lebensjahr fällt eine Zuzahlung von zehn Prozent an, mindestens fünf und höchstens zehn Euro.
Wer ein Gerät mit mehr Ausstattung wählt, als für die Versorgung notwendig ist, trägt laut hkk die Mehrkosten selbst. Fragen Sie bei Ihrer Kasse nach den Bedingungen.
Prüfen Sie außerdem, welche Zusatzkosten hinzukommen können. Zubehör kann den Gesamtpreis spürbar erhöhen. Ein Beispiel auf Otto: Die Einkaufstasche für den Topro Troja kostet dort 88 Euro, die Tasche für den Topro Olympos 79 Euro, die Tasche für Dietz TAiMA 65,80 Euro. Planen Sie solche Beträge bei der Gesamtrechnung ein.
Pflege, Wartung und typische Fehler beim Kauf
Wischen Sie Rahmen und Sitz mit einem feuchten Tuch ab und trocknen Sie das Gerät nach Regen. Prüfen Sie die Räder auf Fäden und Haare in der Achse, schmieren Sie bewegliche Teile nur nach Herstellerangabe. Kontrollieren Sie Schrauben, Faltmechanismus und Bremszüge regelmäßig.
Typische Fehler beim Kauf sind:
- Die Körpergröße wird nicht gemessen, das Gerät sitzt dann zu hoch oder zu niedrig.
- Das Faltmaß wird nicht mit dem Kofferraum verglichen.
- Das Gewicht wird ohne Tasche angegeben, im Alltag kommt die Tasche hinzu.
- Ein Outdoor-Modell wird für die enge Wohnung gekauft, obwohl es dort nicht wendig genug ist.
- Die Belastbarkeit wird knapp bemessen, obwohl Einkäufe hinzukommen.
Fachbegriffe: Ankipphilfe nennt sich der Tritt zum Überwinden von Kanten, Lenkdämpfer ein Bauteil gegen Flattern der Vorderräder, Hilfsmittelnummer die Kennung im Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen.
So gehen Sie bei der Auswahl vor
Mit einer festen Reihenfolge vermeiden Sie Fehlkäufe. Beginnen Sie mit den Körpermaßen, denn sie begrenzen die Auswahl am stärksten, und prüfen Sie erst danach Gewicht und Preis.
- Messen Sie die Höhe der Handgelenke bei hängenden Armen und die Höhe der Kniekehle.
- Notieren Sie Ihr Körpergewicht plus typische Zuladung, zum Beispiel eine volle Einkaufstasche.
- Legen Sie fest, wo das Gerät genutzt wird: Wohnung, Gehweg oder unebenes Gelände.
- Messen Sie den Kofferraum und den Platz zum Verstauen zu Hause.
- Entscheiden Sie, wie oft Sie das Gerät heben, und leiten Sie daraus Ihre Gewichtsgrenze ab.
| Wichtigste Frage | Passende Richtung im Vergleich |
|---|
| Gerät wird oft gehoben | Modelle ab etwa 5,2 bis 6,1 kg |
| Unebene Wege | Große Räder, zum Beispiel 24,5 bis 28 cm vorn |
| Kleiner Geldbeutel | Alu-Geräte um 70 bis 100 Euro |
| Hohes Körpergewicht | 150 kg Belastbarkeit |
| Sehr kleine oder große Statur | Modelle mit mehreren Größen |
Vergleichen Sie am Ende drei bis vier Geräte direkt, prüfen Sie die Rückgabebedingungen des Händlers und nutzen Sie die Möglichkeit, das Gerät zu Hause in Ruhe zu prüfen.
Häufige Fragen zu Rollatoren
Wie schwer darf ein Leichtgewicht-Rollator sein?
Eine einheitliche Gewichtsgrenze für die Bezeichnung gibt es laut den ausgewerteten Herstellerseiten nicht. In diesem Vergleich wiegen die Modelle zwischen 5,2 und 8,7 Kilogramm. Entscheidend ist, wie oft Sie das Gerät heben müssen. Wer es mehrmals pro Woche ins Auto lädt, spürt schon 2 bis 3 Kilogramm Unterschied. Prüfen Sie außerdem, ob das Gewicht mit oder ohne Tasche angegeben ist.
Welche Sitzhöhe ist die richtige?
Die Füße sollten im Sitzen flach auf dem Boden stehen, die Knie bilden etwa einen rechten Winkel. Messen Sie dazu die Höhe von der Kniekehle bis zum Boden. In diesem Vergleich liegen die Sitzhöhen zwischen 51 und 63 Zentimetern, der Drive Nitro und der Rehasense Athlon SL werden zusätzlich in Größen von 45 beziehungsweise 50 Zentimetern angeboten.
Bis wie viel Kilogramm sind Rollatoren belastbar?
Die zehn Modelle sind für 130, 136 oder 150 Kilogramm ausgelegt. Die Angabe gilt für das Gesamtgewicht, bei Dietz ausdrücklich einschließlich Zuladung. Rechnen Sie also Körpergewicht, Kleidung und Einkäufe zusammen. Wer nahe an der Grenze liegt, sollte ein Modell mit 150 Kilogramm wählen, um Reserve zu haben.
Ist ein Outdoor-Rollator auch für die Wohnung geeignet?
Eingeschränkt. Outdoor-Modelle wie der Topro Olympos ATR haben große Räder, sind dadurch aber länger und weniger wendig. Gefaltet misst er 77 mal 27 mal 85 Zentimeter, der Rehasense Athlon SL nur 22,5 mal 68 mal 79 Zentimeter. In schmalen Fluren und Küchen sind kleinere Geräte praktischer. Wer beides braucht, wählt einen Standard-Rollator mit mittleren Rädern.
Zahlt die Krankenkasse für einen Rollator?
Ja, wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt und die Leistungsvoraussetzungen erfüllt sind. Laut hkk ist die Verordnung 28 Tage gültig, das Gerät kommt von einem Vertragspartner. Ab 18 Jahren fällt eine Zuzahlung von zehn Prozent an, mindestens fünf, höchstens zehn Euro. Mehrkosten für zusätzliche Ausstattung tragen Sie selbst. Fragen Sie vorab Ihre Kasse.
Lohnt sich ein Carbon-Rollator?
Carbon spart Gewicht. Der Rehasense Athlon SL wiegt 5,2, der Topro Pegasus Carbon 6,1 Kilogramm, die Alu-Modelle zwischen 5,3 und 7,8 Kilogramm. Die Preise liegen aber bei 380 und 620 Euro. Wer das Gerät oft hebt, gewinnt Komfort. Wer es überwiegend schiebt, erhält mit einem Alu-Modell für etwa 90 bis 180 Euro ähnliche Gebrauchseigenschaften.
Wie transportiere ich einen Rollator im Auto?
Klappen Sie das Gerät zusammen und messen Sie vorher den Kofferraum. Bei den Modellen im Vergleich misst die schmalste Seite gefaltet zwischen 22,5 und 29 Zentimetern, die längere Seite meist 62 bis 85 Zentimeter. Legen Sie ein Tuch unter, damit der Kofferraum sauber bleibt, und sichern Sie das Gerät gegen Verrutschen.
Wie oft sollten Bremsen und Räder geprüft werden?
Eine Sichtprüfung vor jeder längeren Nutzung ist sinnvoll: greifen die Bremsen auf beiden Seiten gleich, sitzen die Griffe fest, drehen die Räder frei. Die Wartungsintervalle der Hersteller finden Sie in der Bedienungsanleitung. Bei Auffälligkeiten wenden Sie sich an das Sanitätshaus, über das Sie den Rollator bezogen haben.
Darf ich mich auf dem Rollator schieben lassen?
Nein. Der Sitz ist für kurze Pausen bei angezogener Feststellbremse gedacht, nicht für den Transport einer Person. Modelle, die zugleich als Rollstuhl dienen, sind eine eigene Bauart mit Fußstützen und höherem Gewicht und nicht Gegenstand dieses Vergleichs. Prüfen Sie in der Anleitung, wofür Ihr Modell zugelassen ist.