So haben wir bewertet
Jedes Produkt erhält für jedes Kriterium eine Teilnote. Die Gesamtnote ist der gewichtete Durchschnitt dieser Teilnoten. Grundlage sind Herstellerangaben, Händlerdaten und Kundenbewertungen, Stand Oktober 2026.
Saugleistung und Behälter (35 %)
Unterdruck in mbar, Leistungsaufnahme und Behältervolumen bestimmen, wie kräftig und wie lange ein Gerät ohne Unterbrechung saugt.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Makita VC2512L 25 l Nass-Trockensauger | 1,8 | 210 mbar und 3,6 m³ Luft pro Minute bei 1.000 W, der Behälter fasst 25 l. |
| 2. Bosch Professional GAS 12-25 PL | 1,6 | 200 mbar und 65 l/s bei 1.250 W, dazu 25 l Behälter. |
| 3. Makita VC3012L 30 l Nass-Trockensauger | 1,3 | 250 mbar und 3,7 m³ Luft pro Minute bei 1.200 W, 30 l Behälter. |
| 4. Nilfisk ATTIX 30-21 PC | 1,3 | 250 mbar und 62 l/s bei 1.500 W, dazu 30 l Behälter. |
| 5. Güde GNTS 30L | 2,0 | 190 mbar und 28 l/s bei 1.600 W, 30 l Edelstahlbehälter. |
| 6. Thomas INOX 1520 PLUS | 1,7 | 230 mbar bei 1.500 W, der Behälter fasst aber nur 20 l. |
| 7. Kärcher WD 6 P S V-30/6/22/T | 1,9 | 1.300 W und 30 l Edelstahlbehälter, zum Unterdruck nennt das Datenblatt nichts. |
| 8. Kärcher WD 3 S V-17/4/20 | 2,6 | 1.000 W und nur 17 l Behälter, der Unterdruck ist nicht angegeben. |
| 9. Einhell TE-VC 36/30 Li S-Solo | 2,5 | 150 mbar im Boost-Modus bei 30 l Behälter, im Eco-Modus 100 mbar. |
| 10. Einhell TC-VC 18/20 Li S-Solo | 3,4 | Nur 80 mbar Unterdruck bei 20 l Behälter, das ist der niedrigste Wert. |
Ausstattung und Filter (20 %)
Filtertyp, Filterreinigung, Staubklasse, Gerätesteckdose und Zubehör entscheiden über Sicherheit und Komfort im Alltag.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Makita VC2512L 25 l Nass-Trockensauger | 1,6 | Staubklasse L, Push-and-Clean-Filterreinigung und Start-Stopp-Automatik für Elektrowerkzeuge. |
| 2. Bosch Professional GAS 12-25 PL | 1,3 | HEPA-Filter H13, patentierte Filterreinigung, Staubklasse L und Gerätesteckdose. |
| 3. Makita VC3012L 30 l Nass-Trockensauger | 1,4 | Staubklasse L, Push-and-Clean, Gerätesteckdose bis 2.400 W und Schutzart IPX4. |
| 4. Nilfisk ATTIX 30-21 PC | 1,5 | Halbautomatische Filterreinigung, Sanftanlauf und Gerätesteckdose mit Einschaltautomatik. |
| 5. Güde GNTS 30L | 2,2 | Papier- und Schaumfilter sowie Einschaltautomatik, keine Filterreinigung genannt. |
| 6. Thomas INOX 1520 PLUS | 2,4 | Patronen- und Papierfilter sowie Saugkraftregulierung, keine Steckdose und keine Filterreinigung genannt. |
| 7. Kärcher WD 6 P S V-30/6/22/T | 1,6 | Flachfaltenfilter mit Abreinigung, Steckdose mit Automatik, Blasfunktion und Ablassschraube. |
| 8. Kärcher WD 3 S V-17/4/20 | 2,5 | Patronenfilter, Blasfunktion und Zubehöraufbewahrung, aber keine Steckdose. |
| 9. Einhell TE-VC 36/30 Li S-Solo | 2,7 | Boost- und Eco-Stufe, Schaumstoff- und Faltenfilter, Akkus und Ladegerät fehlen. |
| 10. Einhell TC-VC 18/20 Li S-Solo | 2,9 | Schaumfilter, Entleerungssack und Blasfunktion, aber ohne Akku und Ladegerät. |
Handhabung und Lautstärke (30 %)
Gewicht, Kabel- und Schlauchlänge sowie der Schalldruckpegel bestimmen, wie leicht sich das Gerät bewegen und nutzen lässt.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Makita VC2512L 25 l Nass-Trockensauger | 1,7 | 7,0 kg, 5 m Kabel, 3,5 m Schlauch und 72 dB(A), damit das leichteste 25-Liter-Gerät. |
| 2. Bosch Professional GAS 12-25 PL | 2,5 | 9,0 kg, 3 m Schlauch und 76 dB(A) sind schwerer und lauter als bei den Mitbewerbern. |
| 3. Makita VC3012L 30 l Nass-Trockensauger | 2,4 | 11 kg sind schwer, dafür 7,5 m Kabel, 4 m Schlauch und nur 62 dB(A). |
| 4. Nilfisk ATTIX 30-21 PC | 2,3 | 10 kg Gewicht, aber 7,5 m Kabel und mit 59 dB der niedrigste Pegel. |
| 5. Güde GNTS 30L | 2,3 | 6,5 kg und 4 m Kabel sind leicht, zur Lautstärke fehlt eine Angabe. |
| 6. Thomas INOX 1520 PLUS | 2,2 | 7,0 kg und 75 dB, der Schlauch hat 50 mm Durchmesser. |
| 7. Kärcher WD 6 P S V-30/6/22/T | 2,4 | 9,3 kg und nur 2,2 m Schlauch, dafür 6 m Kabel und Leistungsregulierung. |
| 8. Kärcher WD 3 S V-17/4/20 | 1,8 | 4,8 kg und Tragegriff, dafür nur 2 m Schlauch und keine Pegelangabe. |
| 9. Einhell TE-VC 36/30 Li S-Solo | 1,9 | Kein Netzkabel, 2,5 m Schlauch und 76 dB(A), das Gewicht fehlt im Datenblatt. |
| 10. Einhell TC-VC 18/20 Li S-Solo | 1,5 | 4,0 kg, kein Kabel und 72 dB, der handlichste Sauger im Vergleich. |
Preis-Leistung (15 %)
Verhältnis der übrigen Teilnoten zum aktuellen Straßenpreis innerhalb der zehn Geräte.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Makita VC2512L 25 l Nass-Trockensauger | 2,1 | Rund 184 Euro bei Otto für ein Markengerät der Klasse L mit solider Ausstattung. |
| 2. Bosch Professional GAS 12-25 PL | 2,0 | Etwa 180 Euro für die beste Filterausstattung im Vergleich. |
| 3. Makita VC3012L 30 l Nass-Trockensauger | 2,9 | Etwa 440 Euro und damit mehr als doppelt so viel wie die 25-Liter-Geräte. |
| 4. Nilfisk ATTIX 30-21 PC | 3,1 | Etwa 497 Euro bei Otto, in anderen Shops sind laut billiger.de etwa 355 Euro möglich. |
| 5. Güde GNTS 30L | 1,3 | Etwa 78 Euro für 30 Liter Edelstahl und 1.600 W, das beste Verhältnis im Vergleich. |
| 6. Thomas INOX 1520 PLUS | 2,0 | Etwa 125 Euro für 20 Liter Edelstahl und hohen Unterdruck, 12 Bewertungen mit 4,5 Sternen. |
| 7. Kärcher WD 6 P S V-30/6/22/T | 2,1 | Etwa 199 Euro für 30 Liter Edelstahl und gute Ausstattung, 30 Bewertungen mit 5 Sternen. |
| 8. Kärcher WD 3 S V-17/4/20 | 1,8 | Etwa 80 Euro für ein Markengerät, 56 Bewertungen mit 4,5 Sternen. |
| 9. Einhell TE-VC 36/30 Li S-Solo | 3,3 | Etwa 170 Euro nur für das Gerät, zwei 18-Volt-Akkus kommen hinzu. |
| 10. Einhell TC-VC 18/20 Li S-Solo | 2,6 | Etwa 77 Euro nur für das Gerät, ein 18-Volt-Akku und Ladegerät kommen hinzu. |
Kaufberatung: Worauf Sie bei Nass-Trockensauger achten sollten
Was ist ein Nass-Trockensauger und wofür eignet er sich?
Ein Nass-Trockensauger nimmt trockenen Schmutz wie Staub, Sägespäne und Laub ebenso auf wie Wasser und Schlamm. Der Behälter besteht meist aus Edelstahl oder Kunststoff, der Motor sitzt im Gerätekopf, und der Luftstrom ist so geführt, dass Flüssigkeit den Motor nicht erreicht. Typische Einsatzorte sind Garage, Keller, Werkstatt, Garten, Baustelle und der Innenraum des Autos.
Von einem Haushaltsstaubsauger unterscheidet sich das Gerät durch den robusten Behälter, den größeren Schlauchdurchmesser und die höhere Leistung. In diesem Vergleich liegt der Schlauchdurchmesser zwischen 32 und 50 mm, bei fünf Modellen bei 35 oder 36 mm. Ein Waschsauger oder Nassbodenreiniger ist ein anderes Gerät: Er bringt Reinigungsflüssigkeit auf Teppiche, Polster oder Hartböden auf und saugt sie wieder ab. Der Vergleich auf dieser Seite betrifft ausschließlich klassische Nass-Trockensauger mit 15 bis 30 Litern Behältervolumen.
Viele Modelle haben zusätzlich eine Blasfunktion, mit der sich Laub oder Staub aus Ecken wegblasen lässt, und eine Gerätesteckdose für ein Elektrowerkzeug. Beides erweitert den Einsatzbereich, erhöht aber meist auch den Preis.
Netzbetrieb oder Akku: Welche Bauart passt?
Geräte mit Netzkabel liefern über die gesamte Einsatzzeit dieselbe Leistung und brauchen keinen Akku. Sie sind an die Reichweite des Kabels und die Steckdose gebunden. Im Vergleich liegen die Kabellängen zwischen 4 und 7,5 m, mit einem Verlängerungskabel wächst der Radius.
Akku-Geräte bewegen sich frei, etwa im Auto, auf der Terrasse oder auf einer Baustelle ohne Strom. Dafür begrenzt der Akku die Laufzeit. Die Akkugröße ergibt sich aus Spannung mal Amperestunden: Zwei Akkus mit 18 V und 4,0 Ah speichern zusammen 144 Wattstunden. Als Beispiel nennt das Datenblatt eines Akku-Modells von Kärcher mit 17 Litern Behälter eine Aufnahmeleistung von 300 W und eine Laufzeit von etwa 15 Minuten mit einem 2,5-Ah-Akku und etwa 30 Minuten mit einem 5,0-Ah-Akku.
Wichtig für den Preisvergleich: Beide Akku-Geräte in dieser Übersicht gelten ohne Akku und Ladegerät. Wer noch kein passendes Akku-System besitzt, muss diese Teile hinzurechnen. Ein Akku-Gerät lohnt sich daher vor allem, wenn Akkus derselben Plattform schon für andere Werkzeuge vorhanden sind.
Behältervolumen: Gesamtinhalt und nutzbare Menge unterscheiden
Das Behältervolumen ist die wichtigste Größe für die Einsatzdauer. Es gibt zugleich den Gesamtinhalt an. Die nutzbare Menge ist kleiner, weil Beutel, Filter und Schaumbildung Platz brauchen und ein Schwimmerventil das Gerät bei erreichter Füllhöhe abschaltet. Einige Hersteller nennen deshalb getrennte Werte für Staub und Flüssigkeit.
| Gerät | Gesamtvolumen | Staub | Flüssigkeit |
|---|
| Makita VC2512L | 25 l | 21 l | 18 l |
| Makita VC3012L | 30 l | 24 l | 19 l |
| Bosch Professional GAS 12-25 PL | 25 l | 21 l | 15 l |
Die Tabelle zeigt, dass ein 25-Liter-Gerät je nach Bauart zwischen 15 und 18 Litern Wasser aufnimmt. Bei den übrigen Geräten des Vergleichs nennen die Quellen nur das Gesamtvolumen. Als Orientierung genügen für Auto, Keller und kleine Reinigungsarbeiten etwa 15 bis 20 Liter. Für Garage, Garten, Renovierung und größere Wassermengen sind 25 bis 30 Liter sinnvoll, weil der Behälter seltener geleert werden muss. Ein größerer Behälter macht das Gerät allerdings sperriger, und gefüllt wird es deutlich schwerer. Das sollten Sie beim Tragen über Treppen bedenken.
Saugkraft: Unterdruck, Luftmenge und Leistungsaufnahme
Die Saugkraft eines Geräts hängt von zwei Größen ab. Der Unterdruck in mbar beschreibt, wie stark das Gerät Schmutz anhebt und wie gut es durch lange Schläuche und volle Filter saugt. Die Luftmenge in l/s oder m³ pro Minute gibt an, wie viel Luft pro Zeit durch den Schlauch strömt. Im Vergleich reicht der Unterdruck von 80 mbar bei einem Akku-Gerät bis 250 mbar bei zwei Netzgeräten. Die Luftmenge beträgt bei den Modellen mit Angabe zwischen 28 und 65 l/s.
Die Leistungsaufnahme in Watt sagt dagegen vor allem etwas über den Stromverbrauch. Das zeigt ein Beispiel aus den Daten: Ein Gerät mit 1.600 W erreicht 190 mbar, ein anderes mit 1.200 W kommt auf 250 mbar. Ein hoher Wattwert allein sagt daher wenig über die Saugkraft. Auch Angaben in Air Watt sind schwer vergleichbar, weil sie nicht einheitlich gemessen werden.
Für Feinstaub, Sand oder nassen Schlamm ist ein hoher Unterdruck vorteilhaft. Für Laub, Späne und gelegentliches Wasser genügt oft ein niedrigerer Wert. Prüfen Sie, ob der Hersteller den Unterdruck überhaupt nennt: Bei zwei Kärcher-Modellen im Vergleich fehlt die Angabe im Datenblatt.
Staubklassen L, M und H: Was sie bedeuten
Staubklassen beschreiben, wie viel Feinstaub ein Gerät im Filter zurückhält. Sie stammen aus der Norm EN 60335-2-69 und gelten für Industriesauger und Nass-Trockensauger. Die Klasse L lässt weniger als 1 Prozent des Staubs durch, die Klasse M weniger als 0,1 Prozent und die Klasse H weniger als 0,005 Prozent.
| Klasse | Durchlassgrad | Typischer Einsatz |
|---|
| L | unter 1 % | Haushalt, Hobby, Renovierung mit geringer Gefährdung |
| M | unter 0,1 % | Arbeitsplatz mit gesundheitsgefährdenden Stäuben |
| H | unter 0,005 % | Stäube mit besonders hoher Gefährdung |
Im Vergleich weisen beide Makita-Modelle und das Bosch ausdrücklich die Klasse L aus. Das Bosch-Datenblatt nennt zusätzlich einen H13-HEPA-Filter, der 99,95 % der Partikel ab 0,3 Mikron zurückhält. Bei Hartholzstaub, Quarzstaub oder Schimmel verlangen die Arbeitsschutzregeln in der Regel Geräte der Klasse M oder H. Für den privaten Gebrauch genügt meist die Klasse L, eine höhere Klasse ist aber mit höherem Preis und Gewicht verbunden.
Nass saugen: Filter, Schwimmer und Sicherheit
Beim Saugen von Wasser sind einige Regeln wichtig. Ein Schwimmerventil schließt den Ansaugweg, sobald der Behälter voll ist, oft schaltet das Gerät dann zusätzlich ab. Viele Hersteller verlangen, vor dem Nasssaugen den Papier- oder Vliesbeutel und einen Faltenfilter zu entfernen und stattdessen den mitgelieferten Schaumstofffilter aufzusetzen. Andere Geräte arbeiten mit einem Patronenfilter, der Nass- und Trockensaugen ohne Filterwechsel erlaubt. Maßgeblich ist immer die Anleitung des Geräts.
Die Elektrik ist gegen Spritzwasser geschützt. Beim Makita VC2512L nennt der Hersteller die Schutzart IP24, beim VC3012L die Schutzart IPX4. Das schützt vor Spritzwasser, nicht vor dem Eintauchen.
Saugen Sie niemals brennbare Flüssigkeiten wie Benzin oder Lösungsmittel auf, und saugen Sie keine heiße Asche oder Glut. Beides kann Brände oder Explosionen auslösen. Für Kaminasche gibt es spezielle Aschesauger mit Metallbehälter und Feinfilter. Nach dem Nasssaugen sollten Sie den Behälter entleeren, ausspülen und mit offenem Deckel trocknen lassen.
Stromverbrauch und laufende Kosten mit Rechenbeispiel
Ein Nass-Trockensauger läuft meist nur kurz, die Stromkosten sind deshalb gering. Die Kosten je Stunde ergeben sich aus der Leistungsaufnahme in Kilowatt mal dem Strompreis. Für das Beispiel gilt ein angenommener Preis von 35 Cent je kWh:
| Leistung | Verbrauch je Stunde | Kosten je Stunde | Kosten bei 26 Stunden im Jahr |
|---|
| 1.000 W | 1,0 kWh | 0,35 € | 9,10 € |
| 1.300 W | 1,3 kWh | 0,46 € | 11,83 € |
| 1.500 W | 1,5 kWh | 0,53 € | 13,65 € |
| 1.600 W | 1,6 kWh | 0,56 € | 14,56 € |
26 Stunden im Jahr entsprechen einer halben Stunde pro Woche. Auch bei intensiver Nutzung mit 100 Stunden im Jahr kostet ein Gerät mit 1.500 W etwa 53 Euro Strom. Der Unterschied zwischen einem sparsamen und einem leistungsstarken Modell beträgt im Alltag also nur wenige Euro im Jahr.
Mehr ins Gewicht fallen die Folgekosten für Verbrauchsmaterial: Wer ein Gerät mit Papier- oder Vliesbeutel nutzt, braucht regelmäßig Ersatzbeutel. Für Fremdfabrikate liegen die Angebote bei Otto bei grob 2 bis 3 Euro je Beutel. Beutellose Geräte sparen das, brauchen aber einen Filter, der gereinigt und nach einigen Jahren ersetzt wird.
Aufstellen, Anschließen und Transportieren
Das Gewicht der Geräte mit Angabe liegt zwischen 4,0 und 11,0 kg, wobei es sich jeweils um das Leergewicht handelt. Ein gefüllter Behälter ist deutlich schwerer. Achten Sie auf Rollen, einen stabilen Tragegriff und eine Aufbewahrung für Schlauch, Rohre und Kabel am Gerät. Bei schweren Geräten erleichtern große Rollen das Ziehen über unebenen Boden. Wer das Gerät häufig Treppen hinauftragen muss, ist mit einem leichten Modell besser bedient.
Bei Netzgeräten bestimmt die Kabellänge den Radius. Verlängerungskabel sollten einen Querschnitt von mindestens 1,5 mm² haben, und eine Kabeltrommel sollten Sie vollständig abrollen, damit das Kabel nicht überhitzt.
Die Gerätesteckdose mit Einschaltautomatik schaltet den Sauger gemeinsam mit einem angeschlossenen Elektrowerkzeug ein und läuft nach dem Ausschalten kurz nach. Das ist beim Schleifen und Bohren praktisch. Beachten Sie, dass sich die Leistungen von Sauger und Werkzeug addieren: Ein Stromkreis mit 16 Ampere liefert bei 230 V rechnerisch 3.680 W. Beim Makita VC3012L nennt der Hersteller einen maximalen Anschlusswert der Steckdose von 2.400 W.
Pflege: Filter reinigen und Gerät trocken lagern
Der Filter ist das wichtigste Verschleißteil. Ein verstopfter Filter senkt die Saugkraft und belastet den Motor. Manche Geräte reinigen den Filter selbst: Das Bosch-Datenblatt nennt eine patentierte Filterreinigung, der Nilfisk arbeitet mit einer halbautomatischen Reinigung. Beim Makita erfolgt die Reinigung über das Push-and-Clean-System, laut Datenblatt manuell. Bei den übrigen Geräten reinigen Sie den Filter von Hand.
Patronen- und Faltenfilter lassen sich in der Regel ausklopfen oder unter fließendem Wasser ausspülen. Sie sollten dabei nicht reiben oder bürsten, und der Filter muss vor dem Einbau vollständig trocken sein, sonst verklebt er. Welche Methode für Ihr Modell gilt, steht in der Anleitung.
Leeren Sie den Behälter nach jedem Gebrauch, besonders nach dem Nasssaugen. Spülen Sie den Schlauch durch, prüfen Sie die Dichtung am Deckel und lagern Sie das Gerät trocken. Schimmelgeruch entsteht fast immer durch feuchten Schmutz im geschlossenen Behälter. Tauschen Sie Papier- oder Vliesbeutel, sobald sie voll sind, denn halb volle Beutel senken die Saugleistung nur unwesentlich, volle dagegen deutlich.
Typische Fehler beim Kauf und wichtige Fachbegriffe
Häufige Fehler beim Kauf sind schnell vermieden:
- Nur auf Watt achten: Die Leistungsaufnahme sagt wenig über die Saugkraft, der Unterdruck in mbar ist aussagekräftiger.
- Preis ohne Zubehör vergleichen: Bei Akku-Geräten fehlen Akku und Ladegerät, bei manchen Geräten Düsen oder Filter.
- Behältervolumen überschätzen: Die nutzbare Menge für Flüssigkeit ist kleiner als der Gesamtinhalt.
- Staubklasse ignorieren: Für Feinstaub braucht es mindestens Klasse L, bei gefährlichen Stäuben Klasse M oder H.
- Gewicht unterschätzen: Zwischen 4 und 11 kg liegen die Geräte mit Gewichtsangabe, gefüllt ist es mehr.
Die wichtigsten Fachbegriffe im Überblick:
- Unterdruck: Differenz zum Umgebungsdruck in mbar, beschreibt die Saugstärke.
- Luftmenge: Volumen der durchgesaugten Luft in l/s oder m³ pro Minute.
- Gerätesteckdose: Steckdose am Sauger für ein Elektrowerkzeug mit Einschaltautomatik.
- Patronenfilter: Filter für Nass- und Trockenbetrieb ohne Filterwechsel.
- Schwimmerventil: Schließt den Ansaugweg bei erreichter Füllhöhe.
- Schalldruckpegel: Lautstärke in dB(A), 10 dB mehr empfindet das Ohr etwa doppelt so laut.
Häufige Fragen zu Nass-Trockensauger
Worin unterscheidet sich ein Nass-Trockensauger von einem Waschsauger?
Ein Nass-Trockensauger saugt Staub, Schmutz und Wasser in einen Behälter auf. Ein Waschsauger, auch Nassbodenreiniger genannt, trägt dagegen Reinigungsflüssigkeit auf Teppich, Polster oder Boden auf und saugt sie wieder ab. Für Garage, Werkstatt und Keller ist der Nass-Trockensauger das passende Gerät, für die Tiefenreinigung von Teppichen der Waschsauger. Beide Bauarten sind nicht austauschbar.
Darf ich mit Papier- oder Vliesbeutel Wasser saugen?
Das hängt vom Gerät ab. Viele Hersteller verlangen, vor dem Nasssaugen den Beutel und den Faltenfilter zu entfernen und einen Schaumstofffilter aufzusetzen. Geräte mit Patronenfilter erlauben Nass- und Trockensaugen ohne Filterwechsel. Lesen Sie deshalb die Anleitung Ihres Geräts, bevor Sie Wasser aufsaugen, und entleeren Sie den Behälter anschließend gründlich.
Welches Behältervolumen reicht für den Haushalt?
Für Auto, Keller und kleine Reinigungsarbeiten genügen 15 bis 20 Liter. Wer auch Garage, Garten oder eine Renovierung bedienen will, ist mit 25 bis 30 Litern besser beraten, weil der Behälter seltener geleert werden muss. Bedenken Sie, dass bei Flüssigkeiten nur ein Teil des Gesamtvolumens nutzbar ist, beim Bosch GAS 12-25 PL sind es 15 von 25 Litern.
Wie viel Unterdruck brauche ich?
Für Laub, Späne und gelegentliches Wasser genügen Werte um 150 bis 200 mbar. Für Feinstaub, Sand und nassen Schlamm ist ein höherer Unterdruck von 200 bis 250 mbar vorteilhaft. Die Akku-Geräte im Vergleich liegen mit 80 und 150 mbar darunter, was für leichte Aufgaben ausreicht. Vergleichen Sie den Unterdruck, nicht die Wattangabe.
Was bedeuten die Staubklassen L, M und H?
Die Klassen nach EN 60335-2-69 beschreiben, wie viel Feinstaub durch den Filter gelangt: bei Klasse L weniger als 1 Prozent, bei Klasse M weniger als 0,1 Prozent und bei Klasse H weniger als 0,005 Prozent. Für Haushalt und Hobby genügt meist Klasse L. Bei Hartholzstaub, Quarzstaub oder Schimmel sind in der Regel Klasse M oder H gefordert.
Lohnt sich ein Akku-Nass-Trockensauger?
Das lohnt sich vor allem, wenn Sie bereits Akkus derselben Plattform besitzen. Der Preis der Akku-Geräte im Vergleich gilt ohne Akku und Ladegerät, das Modell mit 30 Litern braucht zwei Akkus zu je 18 V. Die Laufzeit ist begrenzt, ein Kärcher-Akku-Modell nennt etwa 15 Minuten mit 2,5 Ah. Für größere Flächen und Dauereinsatz ist ein Netzgerät besser.
Darf ich Asche aus Kamin oder Grill aufsaugen?
Mit einem normalen Nass-Trockensauger nicht. Heiße Asche oder Glut kann Filter, Beutel und Kunststoffteile entzünden. Selbst scheinbar kalte Asche kann noch Glutnester enthalten und verstopft feine Filter. Für Kaminasche gibt es spezielle Aschesauger mit Metallbehälter und Feinfilter. Warten Sie in jedem Fall, bis die Asche vollständig ausgekühlt ist.
Wie reinige ich den Filter richtig?
Patronen- und Faltenfilter lassen sich in der Regel ausklopfen oder unter fließendem Wasser ausspülen, ohne zu reiben oder zu bürsten. Der Filter muss vor dem Wiedereinbau vollständig trocken sein, sonst verklebt er und schimmelt. Einige Geräte, etwa Bosch, Nilfisk und Makita, haben eine Filterabreinigung, die den Filter zwischendurch freimacht. Maßgeblich ist die Anleitung des Geräts.
Wie hoch sind die Stromkosten?
Ein Gerät mit 1.500 W verbraucht je Stunde 1,5 kWh. Bei einem angenommenen Preis von 35 Cent je kWh sind das etwa 53 Cent pro Stunde. Wer das Gerät eine halbe Stunde pro Woche nutzt, zahlt im Jahr rund 14 Euro. Die laufenden Kosten sind also gering, entscheidend sind Anschaffungspreis, Ersatzbeutel und Filter.