So haben wir bewertet
Jedes Produkt erhält für jedes Kriterium eine Teilnote. Die Gesamtnote ist der gewichtete Durchschnitt dieser Teilnoten. Grundlage sind Herstellerangaben, Händlerdaten und Kundenbewertungen, Stand Oktober 2026.
Platz und Aufteilung (30 %)
Gesamtinhalt, Verhältnis von Kühl- und Gefrierteil und Bauart laut Datenblatt.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Samsung RS70F66KBFEF | 1,4 | 634 Liter mit 409 Litern Kühlteil und 225 Litern Gefrierteil gehören zu den größten Werten im Feld. |
| 2. Haier HSW79F18ANMM | 1,7 | 611 Liter, davon 391 im Kühlteil und 220 im Gefrierteil, liegen im oberen Mittelfeld. |
| 3. Hanseatic HSBS17590CWEI | 2,3 | 574 Liter mit 376 Litern Kühlteil und 198 Litern Gefrierteil liegen im Mittelfeld. |
| 4. Bauknecht SBS C90 IN | 3,0 | 532 Liter mit nur 185 Litern Gefrierteil sind der kleinste Inhalt im Feld. |
| 5. LG GSLC40PYPE | 1,3 | 638 Liter mit 417 Litern Kühlteil und 221 Litern Gefrierteil sind der zweitgrößte Inhalt. |
| 6. Samsung RS80F64KEF | 1,2 | 640 Liter mit 420 Litern Kühlteil und 220 Litern Gefrierteil sind der größte Inhalt im Feld. |
| 7. Gorenje NRS917E41XWD | 2,9 | 541 Liter mit 344 Litern Kühlteil und 197 Litern Gefrierteil sind unterer Durchschnitt. |
| 8. Hisense RS3P558NEIE | 2,8 | 544 Liter mit 347 Litern Kühlteil und 197 Litern Gefrierteil sind unterer Durchschnitt. |
| 9. Bosch Serie 4 KFN96VPEA | 1,8 | 605 Liter, davon 405 im Kühlteil und 200 im Gefrierteil, mit getrennten Fächern. |
| 10. Siemens iQ500 KA93GAIEP | 2,7 | 560 Liter mit 369 Litern Kühlteil und 191 Litern Gefrierteil, deutlich weniger als die größten Geräte. |
Energieeffizienz (25 %)
Energieklasse und Jahresverbrauch nach dem EU-Energielabel.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Samsung RS70F66KBFEF | 1,3 | Klasse B mit 180 kWh im Jahr ist der zweitbeste Verbrauch dieser zehn Geräte. |
| 2. Haier HSW79F18ANMM | 1,2 | Als einziges Gerät Klasse A, mit 143 kWh der niedrigste Verbrauch im Feld. |
| 3. Hanseatic HSBS17590CWEI | 1,8 | Klasse C mit 208 kWh im Jahr ist nach Haier und Samsung RS70F66KBFEF der drittbeste Wert. |
| 4. Bauknecht SBS C90 IN | 1,6 | Klasse C mit 200 kWh im Jahr, bezogen auf 532 Liter ein sehr guter Wert. |
| 5. LG GSLC40PYPE | 3,4 | Klasse E mit 347 kWh im Jahr gehört zu den höchsten Verbräuchen im Feld. |
| 6. Samsung RS80F64KEF | 3,5 | Klasse E mit 349 kWh im Jahr ist der höchste Verbrauch dieser zehn Geräte. |
| 7. Gorenje NRS917E41XWD | 3,0 | Klasse E mit 317 kWh im Jahr ist für 541 Liter ein schwacher Wert. |
| 8. Hisense RS3P558NEIE | 3,0 | Klasse E mit 318 kWh im Jahr ist für 544 Liter ein schwacher Wert. |
| 9. Bosch Serie 4 KFN96VPEA | 3,2 | Klasse E mit 333 kWh im Jahr liegt im oberen Verbrauchsbereich des Feldes. |
| 10. Siemens iQ500 KA93GAIEP | 3,1 | Klasse E mit 323 kWh im Jahr, für 560 Liter ein schwacher Wert. |
Gefrierleistung und Ausstattung (20 %)
Gefriervermögen in 24 Stunden, Lautstärke sowie Eis- und Wasserspender.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Samsung RS70F66KBFEF | 1,2 | Mit 32 dB das leiseste Gerät, 13 kg Gefriervermögen und ein Eis- und Wasserspender laut Händlertitel. |
| 2. Haier HSW79F18ANMM | 1,8 | 35 dB und WLAN mit App, aber nur 10 kg Gefriervermögen und kein Spender laut Ausstattungsliste. |
| 3. Hanseatic HSBS17590CWEI | 2,5 | 12 kg Gefriervermögen und 38 dB sind durchschnittlich, ein Spender fehlt. |
| 4. Bauknecht SBS C90 IN | 2,4 | 14 kg Gefriervermögen sind der Höchstwert, 39 dB sind dagegen durchschnittlich. |
| 5. LG GSLC40PYPE | 1,4 | Eis-, Crushed-Ice- und Wasserspender, 12 kg Gefriervermögen und 36 dB. |
| 6. Samsung RS80F64KEF | 2,0 | 13 kg Gefriervermögen und 36 dB, Angaben zu einem Spender fehlen auf den abgerufenen Seiten. |
| 7. Gorenje NRS917E41XWD | 3,0 | 10 kg Gefriervermögen und 39 dB sind schwächer als bei den meisten Geräten, Spender nicht angegeben. |
| 8. Hisense RS3P558NEIE | 3,0 | 10 kg Gefriervermögen und 39 dB, kein Spender laut Merkmalsliste auf Amazon. |
| 9. Bosch Serie 4 KFN96VPEA | 2,3 | 13 kg Gefriervermögen und 38 dB, kein Eis- und Wasserspender laut Herstellerseite. |
| 10. Siemens iQ500 KA93GAIEP | 2,6 | Eis- und Wasserspender mit Wasseranschluss, aber 42 dB als lautester Wert und kein Gefriervermögen angegeben. |
Maße und Aufstellung (10 %)
Breite, Höhe und vor allem die Tiefe, weil sie den Platzbedarf in der Küche bestimmt.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Samsung RS70F66KBFEF | 2,8 | 72,6 cm Tiefe verlangen eine große Stellfläche und etwas Abstand zur Wand. |
| 2. Haier HSW79F18ANMM | 2,8 | 72,6 cm Tiefe verlangen viel Stellfläche und Abstand zur Wand. |
| 3. Hanseatic HSBS17590CWEI | 2,0 | 69,8 cm Tiefe sind für ein Gerät dieser Größe noch moderat. |
| 4. Bauknecht SBS C90 IN | 1,7 | 67 cm Tiefe und nur 177 cm Höhe machen es zum kompaktesten Gerät mit Klasse C. |
| 5. LG GSLC40PYPE | 3,0 | 73,5 cm Tiefe und 91,3 cm Breite sind die größten Maße im Feld. |
| 6. Samsung RS80F64KEF | 2,8 | 72,6 cm Tiefe und 91,2 cm Breite entsprechen den anderen großen Geräten. |
| 7. Gorenje NRS917E41XWD | 1,3 | 61,5 cm Tiefe sind der niedrigste Wert im Feld. |
| 8. Hisense RS3P558NEIE | 1,3 | 61,5 cm Tiefe sind der niedrigste Wert im Feld. |
| 9. Bosch Serie 4 KFN96VPEA | 3,0 | 183 cm Höhe und 73,1 cm Tiefe verlangen hohe Räume und viel Stellfläche. |
| 10. Siemens iQ500 KA93GAIEP | 2,3 | 70,7 cm Tiefe und 90,8 cm Breite liegen im Mittelfeld. |
Preis-Leistung (15 %)
Verhältnis aus den übrigen Teilnoten, dem Straßenpreis und den jährlichen Stromkosten.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Samsung RS70F66KBFEF | 2,4 | Der höchste Preis im Feld wird durch Klasse B, Leisebetrieb und Spender teilweise ausgeglichen. |
| 2. Haier HSW79F18ANMM | 1,7 | Die Stromkosten von rund 50 Euro im Jahr senken die Gesamtkosten über zehn Jahre deutlich. |
| 3. Hanseatic HSBS17590CWEI | 1,4 | Rund 850 Euro, 574 Liter und etwa 73 Euro Stromkosten ergeben das beste Gesamtverhältnis. |
| 4. Bauknecht SBS C90 IN | 1,5 | Rund 800 Euro bei etwa 70 Euro Stromkosten im Jahr ergeben ein sehr gutes Verhältnis. |
| 5. LG GSLC40PYPE | 2,6 | Rund 1.080 Euro für Spender und große Kapazität, dazu etwa 121 Euro Stromkosten im Jahr. |
| 6. Samsung RS80F64KEF | 3,2 | Rund 1.300 Euro und etwa 122 Euro Stromkosten sind für Klasse E ein hoher Betrag. |
| 7. Gorenje NRS917E41XWD | 1,9 | Mit rund 560 Euro der niedrigste Preis, die Stromkosten von etwa 111 Euro im Jahr bremsen den Vorteil. |
| 8. Hisense RS3P558NEIE | 2,1 | Rund 650 Euro sind günstig, bei Klasse E und etwa 111 Euro Stromkosten bleibt das Verhältnis durchschnittlich. |
| 9. Bosch Serie 4 KFN96VPEA | 3,0 | Rund 1.200 Euro und etwa 117 Euro Stromkosten, ohne Spender, bei durchschnittlichen Werten. |
| 10. Siemens iQ500 KA93GAIEP | 3,8 | Rund 1.660 Euro bei den schwächsten Gesamtwerten im Vergleich. |
Kaufberatung: Worauf Sie bei Side-by-Side-Kühlschränke achten sollten
Was ist ein Side-by-Side-Kühlschrank?
Ein Side-by-Side-Kühlschrank besteht aus zwei hohen Türen, die nebeneinander liegen. Hinter der einen Tür befindet sich der Kühlteil, hinter der anderen der Gefrierteil. Beide Teile reichen vom Boden bis zur Oberkante des Geräts. Dadurch lassen sich Lebensmittel auf Augenhöhe erreichen, ohne sich zu bücken, und das Gefrierfach bietet mehr Stellfläche als bei einer klassischen Kühl-Gefrier-Kombination.
Die Geräte sind freistehend, meist rund 90 Zentimeter breit und zwischen 177 und 183 Zentimeter hoch. In diesem Vergleich liegen die Gesamtinhalte zwischen 532 und 640 Litern. Zum Vergleich: Eine schmale Kühl-Gefrier-Kombination mit 60 Zentimetern Breite fasst häufig zwischen 300 und 420 Litern.
Viele Side-by-Side-Geräte haben zusätzlich einen Spender für Wasser und Eiswürfel in der Tür. Das ist nicht überall der Fall, deshalb lohnt der Blick in die Ausstattungsliste.
Side-by-Side, French Door und Multi Door im Überblick
Neben der klassischen Bauart mit zwei senkrechten Türen gibt es Geräte mit anderer Türaufteilung. Die Hersteller benutzen die Bezeichnungen nicht immer einheitlich, die folgende Tabelle zeigt die gängige Einteilung.
| Bauart | Türaufteilung | Typische Merkmale |
|---|
| Side-by-Side | Zwei hohe Türen nebeneinander | Kühlteil und Gefrierteil über die volle Höhe, oft Spender |
| French Door | Zwei Kühltüren oben, Gefrierschubladen unten | Schmale Türen, wenig Platzbedarf beim Öffnen |
| Multi Door | Vier oder mehr Türen | Getrennte Fächer, häufig mit Schubladen |
Das Bosch KFN96VPEA in diesem Vergleich ist ein French-Door-Gerät. Seine Türen sind schmaler als die großen Türen eines Side-by-Side-Geräts und schwingen weniger weit in den Raum.
Nutzinhalt und Aufteilung richtig einschätzen
Der Nutzinhalt wird in Litern angegeben und setzt sich aus Kühlteil und Gefrierteil zusammen. Maßgeblich ist der Wert auf dem Energielabel und im Datenblatt, nicht die Bruttoangabe, die manchmal in der Werbung steht.
Eine häufig genannte Faustregel lautet: 100 bis 150 Liter Kühlinhalt je Person. Für einen Zweipersonenhaushalt reichen damit meist rund 300 Liter, für eine Familie mit Kindern sind 400 Liter und mehr sinnvoll. In diesem Vergleich liegt der Kühlteil bei 344 Litern beim Gorenje bis 420 Litern beim Samsung RS80F64KEF.
Beim Gefrierteil kommt es auf die Gewohnheiten an. Wer große Mengen vorkocht oder Fleisch und Gemüse einfriert, braucht mehr Platz. Die Werte reichen hier von 185 Litern beim Bauknecht bis 225 Litern beim Samsung RS70F66KBFEF.
- Kühlteil: Flaschenfächer in der Tür und Schubladen für Obst und Gemüse prüfen
- Gefrierteil: Anzahl der Schubladen und Höhe der Fächer beachten
- Gesamtinhalt nur zusammen mit der Aufteilung bewerten
Energielabel, Verbrauch und laufende Kosten
Seit dem 1. März 2021 gilt für Kühlgeräte eine neue Energieskala von A bis G. Die früheren Klassen mit Plus-Zeichen wurden abgeschafft. Dadurch sind die Buchstaben nicht mit älteren Angaben vergleichbar: Ein Gerät der Klasse E liegt auf der neuen Skala im unteren Mittelfeld, Klasse A ist selten.
Wichtiger als der Buchstabe ist der Jahresverbrauch in Kilowattstunden. Er steht auf dem Label und im Datenblatt. Die Stromkosten lassen sich daraus leicht berechnen: Verbrauch mal Strompreis. Mit einem angenommenen Preis von 0,35 Euro je Kilowattstunde ergibt sich folgendes Bild.
| Gerät | Verbrauch pro Jahr | Stromkosten pro Jahr | Stromkosten in 10 Jahren |
|---|
| Haier HSW79F18ANMM (Klasse A) | 143 kWh | ca. 50 Euro | ca. 501 Euro |
| Samsung RS70F66KBFEF (Klasse B) | 180 kWh | ca. 63 Euro | ca. 630 Euro |
| Bauknecht SBS C90 IN (Klasse C) | 200 kWh | ca. 70 Euro | ca. 700 Euro |
| Gorenje NRS917E41XWD (Klasse E) | 317 kWh | ca. 111 Euro | ca. 1.110 Euro |
| Samsung RS80F64KEF (Klasse E) | 349 kWh | ca. 122 Euro | ca. 1.222 Euro |
Zwischen dem sparsamsten und dem durstigsten Gerät dieses Vergleichs liegen 206 Kilowattstunden im Jahr, bei 0,35 Euro je Kilowattstunde sind das etwa 72 Euro jährlich und rund 720 Euro in zehn Jahren. Ein höherer Kaufpreis kann sich also über die Nutzungsdauer teilweise ausgleichen. Der tatsächliche Verbrauch hängt außerdem von Standort, Türöffnungen und eingestellter Temperatur ab.
Maße, Aufstellen und Anschließen
Side-by-Side-Geräte sind groß. Die Breite liegt bei allen Geräten dieses Vergleichs zwischen 90,5 und 91,3 Zentimetern, die Höhe zwischen 177 und 183 Zentimetern. Entscheidend ist oft die Tiefe: Sie reicht von 61,5 Zentimetern beim Hisense und Gorenje bis 73,5 Zentimetern beim LG. Wer das Gerät in eine Küchenzeile mit 60 Zentimeter tiefen Schränken stellen möchte, sollte die flacheren Modelle bevorzugen und wissen, dass das Gerät dennoch vor die Schrankfront ragt.
Messen Sie vor dem Kauf folgende Punkte aus:
- Stellfläche in Breite und Tiefe, plus einige Zentimeter Abstand zur Wand für die Luftzirkulation
- Platz vor dem Gerät, damit beide Türen vollständig aufgehen und die Schubladen herausgezogen werden können
- Breite der Haustür, des Treppenhauses und der Küchentür für den Transport
- Gewicht: Haier gibt für das HSW79F18ANMM rund 140 Kilogramm an, LG für das GSLC40PYPE rund 105 Kilogramm
Bei Side-by-Side-Geräten lässt sich der Türanschlag in der Regel nicht wechseln. Prüfen Sie daher, in welche Richtung die Türen aufschlagen und ob Wand oder Möbel im Weg sind.
Für den Betrieb genügt eine Schutzkontaktsteckdose mit 230 Volt. Die Steckdose sollte erreichbar sein, ohne dass das Gerät weit von der Wand gerückt werden muss. Stellen Sie das Gerät nicht neben Herd, Backofen oder Heizkörper und nicht in direkte Sonne, denn Wärme erhöht den Stromverbrauch.
Nach dem Transport empfehlen viele Hersteller, das Gerät mehrere Stunden stehen zu lassen, bevor es angeschlossen wird. Richten Sie es über die höhenverstellbaren Füße waagerecht aus, damit die Türen von selbst zufallen und die Dichtungen sauber schließen.
Geräte mit Eis- und Wasserspender gibt es in zwei Ausführungen. Die einen besitzen einen Wassertank, den Sie von Hand befüllen. Die anderen werden an die Wasserleitung angeschlossen. Beim Siemens KA93GAIEP nennt die Herstellerseite einen Wasseranschluss. Beim LG GSLC40PYPE widersprechen sich die Angaben: Der Händlertitel nennt einen Festwasseranschluss, das Datenblatt einen Wassertank. Klären Sie das vor dem Kauf. Für einen Anschluss brauchen Sie einen Absperrhahn in der Nähe und einen Schlauch, der nicht geknickt wird. Lassen Sie den Anschluss im Zweifel von einem Fachbetrieb ausführen.
Eis- und Wasserspender: Nutzen und Aufwand
Ein Spender in der Tür liefert gekühltes Wasser und je nach Gerät Eiswürfel oder gestoßenes Eis, ohne die Tür zu öffnen. Das spart Kälteverlust und ist praktisch im Sommer. Im Vergleich haben das LG GSLC40PYPE, das Samsung RS70F66KBFEF und das Siemens KA93GAIEP einen Spender.
Der Komfort hat seinen Preis. Ein Spender braucht Platz in der Tür, der dem Innenraum fehlt, und ein Wasserfilter, den Sie in den vom Hersteller genannten Abständen wechseln müssen. Bei vielen Geräten ist das etwa halbjährlich der Fall. Die Filter sind Verbrauchsmaterial und kosten im Handel je nach Marke einen zweistelligen Euro-Betrag. Bei Geräten mit Wassertank muss der Behälter regelmäßig gereinigt werden, weil sich im stehenden Wasser Keime bilden können.
Wer ohnehin selten Eiswürfel nutzt und Wasser aus dem Hahn oder der Flasche bevorzugt, braucht keinen Spender und spart Anschaffungskosten und Pflegeaufwand.
Gefriervermögen, NoFrost und Lautstärke
Das Gefriervermögen gibt an, wie viele Kilogramm Frischware das Gerät in 24 Stunden bis auf minus 18 Grad herunterkühlen kann. Die Werte in diesem Vergleich reichen von 10 Kilogramm beim Gorenje, Hisense und Haier bis 14 Kilogramm beim Bauknecht. Für den Haushalt zählt das vor allem nach einem Großeinkauf oder beim Einfrieren von Selbstgekochtem.
Alle zehn Geräte entfrosten automatisch. Manuelles Abtauen entfällt dadurch. Dafür bewegt ein NoFrost-System kalte Luft durch das Gerät, was unverpackte Lebensmittel stärker austrocknen kann. Verpacken Sie Gefriergut deshalb in Dosen oder Beuteln.
Die Lautstärke wird in Dezibel angegeben und zusätzlich in Klassen von A bis D eingeordnet. Im Vergleich liegen die Werte zwischen 32 Dezibel beim Samsung RS70F66KBFEF und 42 Dezibel beim Siemens KA93GAIEP. Ein Unterschied von zehn Dezibel wird als etwa doppelt so laut empfunden. In offenen Wohnküchen lohnt sich ein leises Gerät.
Die Lagerzeit bei Störung, also wie lange das Gefriergut bei Stromausfall sicher bleibt, steht bei manchen Herstellern im Datenblatt. Beim Haier HSW79F18ANMM sind es 5 Stunden.
Pflege und Reinigung
Kühlgeräte mit NoFrost müssen nicht abgetaut werden. Trotzdem sollten Sie das Gerät zwei- bis viermal im Jahr leeren und reinigen. Schalten Sie es dafür aus, ziehen Sie den Stecker und wischen Sie Innenraum, Ablagen und Türfächer mit lauwarmem Wasser und etwas mildem Spülmittel ab. Scharfe Reiniger und Scheuermittel greifen die Kunststoffoberflächen an.
Reinigen Sie die Türdichtungen mit einem weichen Tuch. Verschmutzte oder spröde Dichtungen schließen nicht mehr dicht und erhöhen den Verbrauch. Prüfen Sie außerdem, ob die Lüftungsöffnungen frei sind.
Bei Geräten mit Wasserspender gehören der Wasserfilter und die Ausgabestelle zur regelmäßigen Pflege. Beachten Sie die Wechselintervalle aus der Bedienungsanleitung. Als Kühlschranktemperatur empfehlen die Datenblätter in diesem Vergleich meist 3 bis 4 Grad, im Gefrierteil gelten minus 18 Grad.
Typische Fehler beim Kauf
Am häufigsten scheitert der Kauf an den Maßen. Ein Gerät, das nicht durch die Tür passt oder dessen Türen an der Wand anstoßen, lässt sich nicht nutzen. Rechnen Sie deshalb Transportweg und Türaufschlag nach, bevor Sie bestellen.
Ein zweiter Fehler ist, nur auf den Preis zu achten. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Gerät dieses Vergleichs liegen 1.130 Euro Kaufpreis. Beim Strom beträgt der Unterschied zwischen sparsamstem und durstigstem Gerät in zehn Jahren bis zu rund 720 Euro. Rechnen Sie daher beides zusammen.
Weitere typische Fehler:
- Einen Spender kaufen, ohne den Wasseranschluss zu klären
- Den Nutzinhalt mit dem Bruttovolumen verwechseln
- Die Lautstärke ignorieren, obwohl das Gerät in einer offenen Küche steht
- Auf Kundenbewertungen mit wenigen Stimmen vertrauen: Bei einigen Geräten liegen auf Otto nur 5 oder 11 Bewertungen vor
- Die Garantiedauer nicht prüfen: Die Datenblätter nennen für alle Geräte mindestens 24 Monate, bei Hanseatic nennt der Händlertitel 5 Jahre Langzeitgarantie
Wichtige Fachbegriffe
- Nutzinhalt: Das Volumen, das tatsächlich für Lebensmittel zur Verfügung steht, getrennt nach Kühl- und Gefrierteil.
- Energieeffizienzklasse: Einstufung von A (sparsam) bis G (hoher Verbrauch) nach dem EU-Energielabel seit 2021.
- Gefriervermögen: Menge in Kilogramm, die das Gerät in 24 Stunden einfrieren kann.
- NoFrost: Umluftsystem, das Feuchtigkeit abführt und so Eisbildung verhindert. Manuelles Abtauen entfällt.
- Inverter-Kompressor: Verdichter mit regelbarer Drehzahl, der sich dem Kältebedarf anpasst und meist leiser und sparsamer arbeitet.
- Klimaklasse: Gibt an, bei welcher Raumtemperatur das Gerät zuverlässig arbeitet, zum Beispiel SN für 10 bis 32 Grad oder ST für 16 bis 38 Grad.
- Festwasseranschluss: Fest an die Wasserleitung angeschlossene Versorgung des Spenders, im Gegensatz zum Wassertank.
- Lagerzeit bei Störung: Zeit, in der das Gefriergut bei Stromausfall ohne Auftauen gelagert bleibt.
Häufige Fragen zu Side-by-Side-Kühlschränke
Wie viel Strom verbraucht ein Side-by-Side-Kühlschrank?
Das hängt stark vom Modell ab. In diesem Vergleich liegen die Werte zwischen 143 und 349 Kilowattstunden im Jahr. Bei einem angenommenen Preis von 0,35 Euro je Kilowattstunde sind das rund 50 bis 122 Euro Stromkosten jährlich. Das Energielabel und das Datenblatt nennen den Verbrauch, der tatsächliche Wert hängt von Standort und Nutzung ab.
Wie viel Platz braucht ein Side-by-Side-Gerät?
Die Geräte in diesem Vergleich sind zwischen 90,5 und 91,3 Zentimeter breit, 177 bis 183 Zentimeter hoch und 61,5 bis 73,5 Zentimeter tief. Planen Sie zusätzlich einige Zentimeter Abstand zur Wand und genug Raum vor dem Gerät, damit beide Türen vollständig aufgehen. Messen Sie auch den Transportweg aus.
Brauche ich einen Wasseranschluss?
Nur bei Geräten mit Festwasseranschluss. Das nennt die Herstellerseite beim Siemens KA93GAIEP, beim LG GSLC40PYPE widersprechen sich Händlertitel und Datenblatt. Geräte ohne Spender brauchen keinen Anschluss, bei Modellen mit Wassertank füllen Sie den Behälter von Hand. Lassen Sie einen Wasseranschluss im Zweifel von einem Fachbetrieb legen.
Was unterscheidet Side-by-Side von French Door?
Beim Side-by-Side-Gerät liegen zwei hohe Türen nebeneinander, hinter der einen der Kühlteil, hinter der anderen der Gefrierteil. Ein French-Door-Gerät hat oben zwei schmale Kühltüren und unten Gefrierschubladen. Die schmaleren Türen brauchen weniger Platz beim Öffnen, dafür ist der Gefrierteil über Schubladen schwerer zu überblicken.
Wie laut sind diese Geräte?
Die Datenblätter nennen 32 bis 42 Dezibel. Das leiseste Gerät ist das Samsung RS70F66KBFEF mit 32 Dezibel, das lauteste das Siemens KA93GAIEP mit 42 Dezibel. In einer Wohnküche fällt der Unterschied auf, weil zehn Dezibel als etwa doppelte Lautstärke empfunden werden.
Wie lange bleibt Gefriergut bei Stromausfall haltbar?
Die Lagerzeit bei Störung steht bei manchen Herstellern im Datenblatt, beim Haier HSW79F18ANMM sind es 5 Stunden. Bei anderen Geräten fehlt die Angabe in den abgerufenen Unterlagen. Öffnen Sie die Tür bei einem Stromausfall möglichst nicht, damit die Kälte im Gerät bleibt.
Lohnt sich ein sparsames Gerät trotz höherem Preis?
Das lässt sich ausrechnen. Das Haier HSW79F18ANMM kostet rund 1.400 Euro und verursacht etwa 50 Euro Stromkosten im Jahr, das Gorenje NRS917E41XWD kostet rund 560 Euro bei etwa 111 Euro Stromkosten. Der Preisunterschied von 840 Euro wird über zehn Jahre nur zu etwa 610 Euro durch Stromersparnis ausgeglichen.
Welche Temperatur ist im Kühlschrank richtig?
Die Datenblätter in diesem Vergleich nennen für das Kühlteil eine empfohlene Einstellung von 3 bis 4 Grad. Im Gefrierteil gelten minus 18 Grad. Eine niedrigere Einstellung erhöht den Stromverbrauch, eine höhere verkürzt die Haltbarkeit der Lebensmittel.
Wie oft muss ich den Wasserfilter wechseln?
Das legt der Hersteller fest und steht in der Bedienungsanleitung. Bei vielen Geräten mit Spender ist ein Wechsel etwa alle sechs Monate üblich. Geräte ohne Spender benötigen keinen Wasserfilter. Prüfen Sie vor dem Kauf, was der Ersatzfilter kostet, denn er fällt regelmäßig an.
Fazit
Welches Gerät passt, hängt vor allem von Stellfläche, Haushaltsgröße und Stromkosten ab. Wer wenig Geld ausgeben möchte und eine flache Nische hat, findet Einsteigergeräte ab rund 560 Euro, muss dafür aber höhere Stromkosten und ein kleineres Gefriervermögen in Kauf nehmen. Haushalte, die lange mit demselben Gerät planen, sollten auf die Energieklasse achten, denn die sparsamsten Modelle senken die jährlichen Stromkosten gegenüber Geräten der Klasse E um rund die Hälfte. Große Familien mit Bedarf an Eis und gekühltem Wasser finden in der oberen Preisklasse Geräte mit Spender, die jedoch viel Platz und teils einen Wasseranschluss verlangen. Wer schmale Türen bevorzugt, kann eine French-Door-Bauart wählen. Prüfen Sie vor dem Kauf immer die Tiefe und den Transportweg.
Vergleichssieger ist der Samsung RS70F66KBFEF mit der Gesamtnote 1,6. Das beste Verhältnis von Preis und Leistung bietet der Hanseatic HSBS17590CWEI (Note 2,1, ca. 850 €).