So haben wir bewertet
Jedes Produkt erhält für jedes Kriterium eine Teilnote. Die Gesamtnote ist der gewichtete Durchschnitt dieser Teilnoten. Grundlage sind Herstellerangaben, Händlerdaten und Kundenbewertungen, Stand Oktober 2026.
Klangausstattung (30 %)
Bewertet werden Kanalzahl, Leistungsangabe und Subwoofer nach den Datenblättern der Hersteller.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Samsung HW-Q610GF | 1,4 | 3.1.2 Kanäle mit kabellosem Subwoofer und 360 Watt Dauerleistung, nach der Sonos Arc Ultra die stärkste Klangausstattung. |
| 2. JBL Bar 300 MK2 | 1,8 | 5.0 Kanäle und 225 Watt Dauerleistung ohne Subwoofer, mehr Kanäle als jede Stereo-Soundbar. |
| 3. Sonos Arc Ultra | 1,2 | Laut Sonos 14 Treiber und 15 Verstärker, in der Bauform mit der höchsten Kanalzahl dieses Vergleichs. |
| 4. Sonos Beam Gen. 2 | 2,3 | 3.0 Kanäle ohne Subwoofer, eine Leistungsangabe liegt nicht vor. |
| 5. Hisense HS2000 | 2,7 | 2.1 Kanäle mit eingebautem Subwoofer und 240 Watt Spitzenleistung, weniger als bei den Modellen mit externem Subwoofer. |
| 6. Sony HT-S20R | 1,6 | 5.1 Kanäle mit Subwoofer und zwei Rear-Lautsprechern und 400 Watt Spitzenleistung, die meisten Lautsprecher je Euro. |
| 7. Samsung HW-B460GF | 2,1 | 2.1 Kanäle mit kabellosem Subwoofer und 300 Watt Dauerleistung, mehr Dauerleistung als die Hisense-Soundbar. |
| 8. LG DS60T | 2,0 | 3.1 Kanäle mit kabellosem Subwoofer und 340 Watt Spitzenleistung, dazu ein Mittenkanal für Stimmen. |
| 9. JBL Bar 2.1 Deep Bass MK2 | 2,2 | 2.1 Kanäle mit kabellosem Subwoofer und 300 Watt Spitzenleistung, eine Angabe, die sich nicht mit Dauerleistungswerten vergleichen lässt. |
| 10. Sony HT-SF150 | 3,6 | Nur 2.0 Kanäle, 120 Watt Spitzenleistung und kein Subwoofer, die schwächste Klangausstattung der Gruppe. |
Raumklang und Formate (20 %)
Zählt, welche Tonformate das Gerät decodiert und ob es Höhenkanäle für Dolby Atmos besitzt.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Samsung HW-Q610GF | 1,5 | Dolby Atmos mit Höhenkanälen, dazu DTS Virtual:X und Dolby TrueHD. |
| 2. JBL Bar 300 MK2 | 1,6 | Dolby Atmos wird decodiert, weitere Formate nennt die Datenlage nicht. |
| 3. Sonos Arc Ultra | 1,2 | Dolby Atmos, Dolby TrueHD und DTS mit Höhenkanälen, mehr Formate als bei jedem anderen Gerät. |
| 4. Sonos Beam Gen. 2 | 1,7 | Dolby Atmos, TrueHD und DTS werden decodiert, Höhenwirkung entsteht aber ohne eigene Höhenkanäle. |
| 5. Hisense HS2000 | 2,6 | Dolby Digital Plus und DTS Virtual:X, ohne Höhenkanäle. |
| 6. Sony HT-S20R | 2,4 | Nur Dolby Digital, dafür mit echten Rear-Lautsprechern, die Atmos und TrueHD fehlen. |
| 7. Samsung HW-B460GF | 2,6 | Dolby Surround und DTS Virtual:X als virtueller Raumklang, ohne Höhenkanäle. |
| 8. LG DS60T | 2,7 | Dolby Digital Plus und Dolby Surround ohne Atmos oder DTS. |
| 9. JBL Bar 2.1 Deep Bass MK2 | 3,2 | Zu den unterstützten Tonformaten liegt keine Angabe vor. |
| 10. Sony HT-SF150 | 3,8 | Allein Dolby Digital, kein Surround-Modus mit Höhenkanälen. |
Anschlüsse und Funk (20 %)
Zählt HDMI (ARC oder eARC), optischer Eingang, Bluetooth-Version und WLAN-Funktionen.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Samsung HW-Q610GF | 1,6 | eARC, zusätzlicher HDMI-Eingang mit 4K-Durchschleifung und optischer Eingang, Bluetooth nur in Version 4.2, kein WLAN. |
| 2. JBL Bar 300 MK2 | 1,2 | eARC, HDMI-Eingang, optischer Eingang, Bluetooth 5.3, WLAN 6 und AirPlay 2: die vollständigste Ausstattung. |
| 3. Sonos Arc Ultra | 1,5 | eARC, Bluetooth 5.3 und WLAN 6 sind vorhanden, ein optischer Eingang fehlt. |
| 4. Sonos Beam Gen. 2 | 1,8 | eARC, optischer Eingang, WLAN und AirPlay 2, aber kein Bluetooth. |
| 5. Hisense HS2000 | 2,0 | HDMI 2.0 (ARC), optischer und koaxialer Eingang, AUX, USB und Bluetooth 5.3. |
| 6. Sony HT-S20R | 2,3 | HDMI (ARC), optischer Eingang, AUX, USB und Bluetooth 5.0, kein WLAN. |
| 7. Samsung HW-B460GF | 2,6 | HDMI (ARC), optischer Eingang, USB und Bluetooth 4.2, kein WLAN. |
| 8. LG DS60T | 2,2 | HDMI (ARC), optischer Eingang, USB und Bluetooth 5.3, kein WLAN. |
| 9. JBL Bar 2.1 Deep Bass MK2 | 2,5 | HDMI 1.4 mit Ein- und Ausgang, optischer Eingang, AUX, Bluetooth 4.2, kein WLAN. |
| 10. Sony HT-SF150 | 2,8 | HDMI (ARC), optischer Eingang, USB und Bluetooth 4.2, kein WLAN. |
Bauform und Aufstellung (15 %)
Bewertet Breite, Gewicht und die Zahl der Teile, die im Wohnzimmer Platz brauchen.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Samsung HW-Q610GF | 2,8 | Soundbar mit 103 cm Breite und 3,9 kg plus Subwoofer mit 5,2 kg, zwei Geräte brauchen Platz. |
| 2. JBL Bar 300 MK2 | 1,8 | Ein einziges Teil mit 94 cm Breite, 5 cm Höhe und 2,9 kg, ohne zusätzlichen Subwoofer. |
| 3. Sonos Arc Ultra | 2,2 | Mit 117,8 cm Breite und 5,9 kg die größte Soundbar im Vergleich, passt nur zu großen Fernsehern. |
| 4. Sonos Beam Gen. 2 | 1,4 | Mit 65,1 cm Breite und 2,8 kg die kompakteste Soundbar im Vergleich. |
| 5. Hisense HS2000 | 1,5 | Ein Gerät mit 80 cm Breite und 2,2 kg, der Subwoofer ist eingebaut. |
| 6. Sony HT-S20R | 3,2 | Vier Teile mit Soundbar, Subwoofer mit 6,9 kg und zwei Rear-Boxen verlangen im Raum viel Platz. |
| 7. Samsung HW-B460GF | 2,4 | Soundbar mit 85,9 cm Breite und 1,8 kg plus Subwoofer mit 4,9 kg. |
| 8. LG DS60T | 2,5 | Soundbar mit 85 cm Breite plus Subwoofer mit 5,7 kg und 37,7 cm Höhe. |
| 9. JBL Bar 2.1 Deep Bass MK2 | 2,6 | Soundbar mit 96,5 cm Breite plus Subwoofer mit 5,6 kg und 38 cm Höhe. |
| 10. Sony HT-SF150 | 1,6 | Ein einziges Gerät mit 90 cm Breite und 2,4 kg, keine zusätzlichen Teile. |
Preis-Leistung (15 %)
Setzt die übrigen Teilnoten ins Verhältnis zum aktuellen Straßenpreis.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Samsung HW-Q610GF | 1,6 | Für rund 280 Euro gibt es Atmos, Subwoofer und eARC, ein sehr gutes Verhältnis. |
| 2. JBL Bar 300 MK2 | 1,9 | Rund 300 Euro für Atmos, WLAN und eARC ohne Subwoofer sind angemessen. |
| 3. Sonos Arc Ultra | 3,8 | Bei rund 950 Euro das teuerste Gerät, die Ausstattung rechtfertigt den Abstand nur für Anspruchsvolle. |
| 4. Sonos Beam Gen. 2 | 3,0 | Rund 440 Euro für eine Soundbar mit 3.0 Kanälen liegen deutlich über dem Mittel der Vergleichsgruppe. |
| 5. Hisense HS2000 | 1,3 | Rund 90 Euro für 2.1 Kanäle mit eingebautem Subwoofer sind das beste Verhältnis der Gruppe. |
| 6. Sony HT-S20R | 1,8 | Für rund 180 Euro gibt es ein vollständiges 5.1-System, ein gutes Verhältnis. |
| 7. Samsung HW-B460GF | 1,8 | Rund 150 Euro für Subwoofer und 300 Watt Dauerleistung sind günstig. |
| 8. LG DS60T | 2,0 | Rund 170 Euro für 3.1 Kanäle mit Subwoofer und aktuellem Bluetooth sind gut. |
| 9. JBL Bar 2.1 Deep Bass MK2 | 2,7 | Rund 230 Euro für 2.1 Kanäle ohne Atmos liegen über dem Preis ähnlich ausgestatteter Geräte. |
| 10. Sony HT-SF150 | 2,4 | Rund 90 Euro sind günstig, die Ausstattung liegt aber deutlich unter der Hisense-Soundbar zum selben Preis. |
Kaufberatung: Worauf Sie bei Soundbars achten sollten
Welche Bauarten von Soundbars gibt es?
Soundbars für den Fernseher lassen sich in vier Bauarten einteilen. Die einfachste Form ist die Stereo-Soundbar ohne Zusatzteile. Sie ersetzt die kleinen Lautsprecher im Fernseher durch zwei größere Lautsprecher in einem flachen Gehäuse. Die zweite Form hat einen Subwoofer eingebaut, wodurch der Bass kräftiger wird, ohne dass ein zweites Gerät im Wohnzimmer steht. Die dritte Form kombiniert Soundbar und externen Subwoofer, meist drahtlos verbunden. Die vierte Form ergänzt das Set um Rear-Lautsprecher, die hinter dem Sitzplatz stehen und für echten Raumklang sorgen.
Ein Sonderfall sind Soundbars mit Dolby Atmos. Sie besitzen zusätzliche, nach oben strahlende Lautsprecher, die den Ton über die Zimmerdecke zum Hörer lenken. Die folgende Tabelle ordnet die Geräte dieses Vergleichs den Bauarten zu.
| Bauart | Geräte in diesem Vergleich | Platzbedarf |
|---|
| Stereo-Soundbar ohne Subwoofer | Sony HT-SF150 | Ein Gerät, 90 cm breit |
| Soundbar mit eingebautem Subwoofer | Hisense HS2000 | Ein Gerät, 80 cm breit |
| Soundbar mit externem Subwoofer | JBL Bar 2.1 Deep Bass MK2, LG DS60T, Samsung HW-B460GF, Samsung HW-Q610GF | Zwei Geräte, Breite 85 bis 103 cm |
| Set mit Rear-Lautsprechern | Sony HT-S20R | Vier Teile, Soundbar 76 cm breit |
| Atmos-Soundbar ohne Subwoofer | Sonos Beam Gen. 2, Sonos Arc Ultra, JBL Bar 300 MK2 | Ein Gerät, 65 bis 118 cm breit |
Wie viele Kanäle sind sinnvoll?
Die Kanalangabe besteht aus zwei oder drei Zahlen. Die erste Zahl nennt die Hauptkanäle, die zweite den Subwoofer, die dritte die Höhenkanäle. Bei der Angabe 3.1.2 sind es also drei Hauptkanäle (links, Mitte, rechts), ein Subwoofer und zwei Höhenkanäle.
Ein Mittenkanal ist für Filme besonders nützlich, weil dort die Dialoge liegen. Bei Soundbars mit der Angabe 2.0 oder 2.1 teilen sich zwei Lautsprecher diese Aufgabe, bei 3.1 gibt es dafür einen eigenen Lautsprecher. Die Kanalzahl sagt aber wenig über die tatsächliche Klangqualität. Eine 2.1-Soundbar mit gut abgestimmtem Subwoofer kann in der Praxis mehr bieten als eine 5.0-Soundbar mit schwachen Seitenlautsprechern.
Bei Mehrkanalgeräten wie der Sony HT-S20R mit 5.1 Kanälen entsteht der Raumklang durch echte Lautsprecher hinter dem Sitzplatz. Bei Soundbars mit einem einzigen Gehäuse und 5.0 Kanälen, wie der JBL Bar 300 MK2, wird der Raumeindruck durch Reflexionen an den Wänden erzeugt. Das funktioniert in Zimmern mit glatten Wänden und nicht zu großem Abstand zum Sofa am besten.
Subwoofer: eingebaut, drahtlos oder keiner?
Tiefe Töne brauchen Membranfläche und Gehäusevolumen. Beides ist in einer flachen Soundbar knapp. Ein Subwoofer lagert diese Aufgabe aus und sorgt bei Explosionen, Motorengeräuschen und Filmmusik für Wucht. Drei Lösungen sind üblich.
- Kein Subwoofer: Die Soundbar spielt allein, das spart Platz und Kabel. Der Bass bleibt begrenzt.
- Eingebauter Subwoofer: Er sitzt im Gehäuse der Soundbar, wie bei der Hisense HS2000. Das Gerät bleibt ein einziges Teil, die Basswirkung liegt unter der eines externen Subwoofers.
- Externer, drahtloser Subwoofer: Er wird per Funk verbunden und braucht nur eine Steckdose. Im Vergleich wiegen diese Subwoofer zwischen 4,9 kg (Samsung HW-B460GF) und 6,9 kg (Sony HT-S20R).
Ein externer Subwoofer sollte nicht direkt in einer Zimmerecke stehen, weil der Bass dort dröhnen kann. Ein Platz neben dem Fernsehmöbel oder neben dem Sofa ist meist besser. Wer in einer Mietwohnung wohnt, sollte die Lautstärke der Tiefen im Blick behalten, weil sie durch Decke und Wände in die Nachbarwohnung dringen.
HDMI ARC, eARC und optischer Eingang
Der Anschluss entscheidet, wie bequem die Soundbar im Alltag ist. Die meisten Fernseher haben einen HDMI-Eingang mit der Beschriftung ARC oder eARC. Über ihn läuft der Ton vom Fernseher zur Soundbar, und die Fernbedienung des Fernsehers regelt meist die Lautstärke der Soundbar mit.
| Anschluss | Vorteil | Einschränkung |
|---|
| HDMI ARC | Ein Kabel, Lautstärke über die TV-Fernbedienung | Dolby Atmos nur in komprimierter Form, kein verlustfreier Ton |
| HDMI eARC | Verlustfreier Ton, Dolby TrueHD und Atmos in voller Qualität | Fernseher und Soundbar müssen eARC beherrschen |
| Optisch (Toslink) | Funktioniert mit fast jedem Fernseher | Nur Dolby Digital und DTS, kein Atmos, Lautstärke je nach Gerät getrennt |
| Bluetooth | Kabellos, für Musik vom Smartphone | Kleine Verzögerung, für Filmton weniger geeignet |
Unter den Geräten dieses Vergleichs nutzen die Sonos Beam Gen. 2, die Sonos Arc Ultra, die JBL Bar 300 MK2 und die Samsung HW-Q610GF eARC. Die übrigen sechs Geräte nutzen HDMI ohne eARC. Die Sonos Arc Ultra hat keinen optischen Eingang, hier ist ein eARC-fähiger Fernseher Voraussetzung.
Raumklang und Dolby Atmos
Dolby Atmos ergänzt den Ton um eine Höhenebene. Geräusche wie Regen oder ein überfliegendes Flugzeug sollen von oben kommen. Dafür braucht eine Soundbar entweder nach oben strahlende Lautsprecher oder eine Rechenmethode, die den Ton über die Decke zu simulieren versucht. Von den zehn Geräten im Vergleich nennen die Sonos Arc Ultra, die Sonos Beam Gen. 2, die Samsung HW-Q610GF und die JBL Bar 300 MK2 die Unterstützung für Dolby Atmos.
Damit Atmos beim Hörer ankommt, müssen drei Dinge zusammenpassen: Die Quelle liefert Atmos (zum Beispiel ein Streamingdienst mit Atmos-Ton), der Fernseher reicht es durch, und die Soundbar decodiert es. Fehlt eines davon, spielt die Soundbar in normalem Surround. Auch bei Geräten ohne Atmos lässt sich ein guter Raumeindruck erreichen, etwa mit DTS Virtual:X bei den Samsung-Modellen und der Hisense HS2000. Dabei handelt es sich um eine Berechnung, die den Ton im Raum verteilt, ohne Höhenlautsprecher.
Die Höhe des Zimmers spielt für Atmos-Soundbars mit Deckenreflexion eine Rolle. Bei sehr hohen oder stark schrägen Decken verliert der Effekt an Wirkung.
Leistung in Watt richtig lesen
Die Wattzahl auf dem Karton ist eine der am häufigsten falsch gelesenen Angaben. Es gibt zwei Messweisen. Die RMS-Leistung ist die Dauerleistung, die ein Gerät über längere Zeit abgeben kann. Die Spitzenleistung (Peak) gibt den höchsten Wert für sehr kurze Momente an und liegt meist deutlich höher. Beide Werte sind nicht miteinander vergleichbar.
Im Vergleich nennen die Samsung HW-Q610GF (360 Watt), die Samsung HW-B460GF (300 Watt) und die JBL Bar 300 MK2 (225 Watt) Dauerleistungswerte. Die Sony HT-S20R (400 Watt), die LG DS60T (340 Watt), die JBL Bar 2.1 Deep Bass MK2 (300 Watt), die Hisense HS2000 (240 Watt) und die Sony HT-SF150 (120 Watt) nennen Spitzenwerte. Sonos veröffentlicht in den abgerufenen Daten keine Wattzahl.
Für ein Wohnzimmer mit 20 Quadratmetern reicht schon eine kleine Leistung, wenn der Ton klar ist. Wichtiger als die Wattzahl sind Lautsprecherqualität, Abstimmung und die Möglichkeit, Sprache einzeln anzuheben. Viele Soundbars haben dafür einen Sprachmodus oder Dialogmodus.
Verbrauch und laufende Kosten
Soundbars verbrauchen wenig Strom, die Kosten sind im Vergleich zum Fernseher gering. Das folgende Rechenbeispiel zeigt die Größenordnung mit angenommenen Werten, sie stammen nicht von einem bestimmten Gerät.
| Annahme | Rechnung | Ergebnis |
|---|
| 30 Watt im Betrieb, 4 Stunden täglich | 0,03 kW mal 4 Stunden mal 365 Tage | 43,8 kWh pro Jahr |
| 0,5 Watt im Bereitschaftsbetrieb, 20 Stunden täglich | 0,0005 kW mal 20 Stunden mal 365 Tage | 3,65 kWh pro Jahr |
| Strompreis 0,35 Euro je kWh | 47,45 kWh mal 0,35 Euro | rund 16,60 Euro pro Jahr |
Ein Subwoofer erhöht den Verbrauch geringfügig. Wer den Standby-Verbrauch senken möchte, schaltet die Soundbar bei längerer Abwesenheit über eine schaltbare Steckdose aus. Bei Geräten mit WLAN und Sprachassistent ist der Bereitschaftsverbrauch meist höher als bei einfachen Modellen, weil das Funkmodul ständig in Bereitschaft bleibt.
Aufstellen und Anschließen
Die Soundbar gehört mittig unter oder vor den Fernseher. Sie sollte nicht höher als die Unterkante des Bildschirms stehen, sonst verdeckt sie Bildteile. Die Höhe der meisten Geräte im Vergleich liegt zwischen rund 5 cm (JBL Bar 300 MK2) und 7,5 cm (Sonos Arc Ultra). Ein Blick auf die Höhe des Fernsehfußes verhindert Überraschungen.
Die Breite sollte zur Bildschirmbreite passen. Als Faustregel gilt, dass die Soundbar etwa so breit wie der Fernseher oder etwas schmaler sein sollte. Die Sonos Arc Ultra misst 117,8 cm, was einem Fernseher ab etwa 55 Zoll entspricht.
- HDMI-Kabel in die Buchse mit der Beschriftung ARC oder eARC am Fernseher stecken.
- In den Einstellungen des Fernsehers den Tonausgang auf die externe Soundbar stellen.
- Die Lautsprecher des Fernsehers ausschalten, damit kein doppelter Ton entsteht.
- Bei einem externen Subwoofer eine Steckdose in der Nähe einplanen.
Pflege und Haltbarkeit hängen vor allem vom Stoffbezug der Soundbar ab. Staub lässt sich mit einem trockenen, weichen Tuch oder einer weichen Bürste entfernen. Flüssige Reiniger gehören nicht auf die Lautsprecherabdeckung. Beim Entstauben sollte die Soundbar ausgeschaltet und vom Strom getrennt sein.
Typische Fehler beim Kauf
- Nur auf die Wattzahl achten: Spitzenleistung und Dauerleistung sind nicht vergleichbar, siehe oben.
- Atmos erwarten, aber nur ARC haben: Ohne eARC am Fernseher kommt Dolby Atmos nur in komprimierter Form an.
- Die Breite nicht prüfen: Eine Soundbar, die breiter ist als der Fernseher oder das Möbel, sieht unharmonisch aus und lässt sich schlecht aufstellen.
- Den Fernseher nicht auf die Soundbar einstellen: Bleibt der Ton auf den TV-Lautsprechern, hört man die Soundbar nicht.
- Zu viel Raumklang erwarten: Ein einzelnes Gehäuse erzeugt den Raumeindruck durch Reflexionen, bei einem Zimmer mit Vorhängen und Polstermöbeln fällt der Effekt kleiner aus.
- Bluetooth für Filmton nutzen: Über Bluetooth kann der Ton dem Bild leicht hinterherlaufen. Für Filme besser HDMI oder optisch verwenden.
Fachbegriffe kurz erklärt
- ARC und eARC: Rückkanal des HDMI-Anschlusses, der den Ton vom Fernseher zur Soundbar leitet. eARC ist die neuere Version mit höherer Datenmenge.
- Dolby Atmos: Tonformat mit Höhenebene, auch bei Soundbars mit nach oben strahlenden Lautsprechern.
- DTS Virtual:X: Rechenverfahren, das Raumklang ohne Höhenlautsprecher nachbildet.
- RMS und Peak: Dauerleistung und kurzzeitige Spitzenleistung in Watt.
- Mittenkanal: Eigener Lautsprecher für Dialoge, erkennbar an der Kanalangabe mit drei vor dem Punkt.
- Dialogmodus: Betont Stimmen gegenüber Musik und Geräuschen.
- HDMI-CEC: Funktion, mit der Geräte untereinander Befehle austauschen, zum Beispiel die Lautstärke.
- Durchschleifen: HDMI-Eingang an der Soundbar, der das Bild zum Fernseher weiterreicht.
Häufige Fragen zu Soundbars
Brauche ich für meinen Fernseher überhaupt eine Soundbar?
Viele moderne Flachbildfernseher sind sehr dünn und haben kleine Lautsprecher, daher klingen Stimmen oft dünn und Musik flach. Eine Soundbar mit größeren Lautsprechern verbessert vor allem die Verständlichkeit von Sprache. Wer zu Hause Filme mit Musik und Effekten sieht, profitiert zusätzlich von einem Subwoofer. Für reine Nachrichten reicht ein einfaches Stereo-Modell.
Was ist der Unterschied zwischen ARC und eARC?
Beides sind HDMI-Anschlüsse, die den Ton vom Fernseher zur Soundbar leiten. ARC überträgt komprimierte Formate wie Dolby Digital. eARC hat eine deutlich höhere Datenübertragung und reicht verlustfreien Ton wie Dolby TrueHD und Atmos in voller Qualität durch. Für Atmos in bester Qualität müssen Fernseher und Soundbar eARC unterstützen.
Lohnt sich ein Subwoofer?
Ein Subwoofer lohnt sich, wenn Sie gerne Actionfilme oder Konzerte sehen und der Bass spürbar sein soll. Soundbars ohne Subwoofer können tiefe Töne nur begrenzt wiedergeben. Im Vergleich liegen Soundbars mit externem Subwoofer ab rund 150 Euro. Wer eher Nachrichten und Serien schaut, kann auf ihn verzichten.
Wie breit sollte die Soundbar sein?
Als Faustregel sollte die Soundbar etwa so breit wie der Fernseher oder etwas schmaler sein. Ein 43-Zoll-Fernseher ist ungefähr 95 cm breit, ein 55-Zoll-Fernseher rund 122 cm. Die Geräte im Vergleich sind zwischen 65 und 118 cm breit. Prüfen Sie die Maße auch an Ihrem Fernsehmöbel.
Brauche ich Dolby Atmos?
Dolby Atmos bringt einen Mehrwert, wenn Sie Filme und Serien über Streamingdienste mit Atmos-Ton sehen und den Fernseher mit eARC anschließen. Ohne passende Quelle läuft die Soundbar in normalem Surround. Für Nachrichten und Fernsehprogramme ist Atmos nicht nötig. Die Atmos-Geräte im Vergleich beginnen bei rund 280 Euro.
Kann ich die Soundbar auch ohne HDMI anschließen?
Ja, die meisten Soundbars haben zusätzlich einen optischen Eingang und Bluetooth. Der optische Anschluss überträgt Dolby Digital und DTS, aber kein Dolby Atmos. Über Bluetooth lässt sich Musik vom Smartphone abspielen, bei Filmton kann es zu leichten Verzögerungen kommen. Die Sonos Arc Ultra hat keinen optischen Eingang.
Funktioniert die Soundbar mit jeder Fernbedienung?
Viele Soundbars lassen sich über HDMI-CEC mit der Fernbedienung des Fernsehers bedienen, etwa für die Lautstärke. Das gilt besonders bei Anschluss über HDMI mit ARC. Beim optischen Anschluss ist es vom Fernseher abhängig, ob die Lautstärke weitergegeben wird. Ein Blick in die Anleitung des Fernsehers klärt, welche Funktionen unterstützt werden.
Wie viel Strom verbraucht eine Soundbar?
Der Verbrauch liegt im Betrieb meist bei einigen Watt bis wenigen Dutzend Watt, im Bereitschaftsbetrieb deutlich darunter. Bei vier Stunden täglichem Betrieb und 30 Watt entstehen rund 44 kWh pro Jahr, das sind bei 0,35 Euro je kWh etwa 15 Euro. Ein Subwoofer erhöht den Verbrauch nur wenig.
Kann ich eine Soundbar an der Wand montieren?
Viele Soundbars lassen sich an der Wand befestigen. Ob die Halterung im Lieferumfang liegt, hängt vom Modell ab. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Bohrlöcher oder ein Wandhalterungs-Set vorgesehen sind. Für schwere Geräte wie die Sonos Arc Ultra mit 5,9 kg ist eine passende Halterung und tragfähige Wand wichtig.
Fazit
Für Käufer, die vor allem Stimmen im Fernsehen besser verstehen möchten, genügt eine einfache Stereo-Soundbar für rund 90 Euro. Wer mehr Bass und Filmwirkung wünscht, wählt ein Modell mit Subwoofer, am günstigsten als eingebautes Teil, kräftiger mit externem Subwoofer ab etwa 150 Euro. Dolby Atmos setzt einen eARC-Anschluss am Fernseher voraus und beginnt im Vergleich bei rund 280 Euro. Für kleine Fernseher eignet sich eine kompakte Soundbar mit unter 70 cm Breite, für große Fernseher ab 55 Zoll auch ein breites Modell. Wer echten Raumklang mit Lautsprechern hinter dem Sofa sucht, braucht Platz für ein Set mit mehreren Teilen. Die Preis-Leistung liegt bei den günstigen Modellen mit Subwoofer vorn, das Spitzengerät rechtfertigt seinen Preis nur für Anspruchsvolle.
Vergleichssieger ist der Samsung HW-Q610GF mit der Gesamtnote 1,7. Das beste Verhältnis von Preis und Leistung bietet der Hisense HS2000 (Note 2,2, ca. 90 €).