So haben wir bewertet
Jedes Produkt erhält für jedes Kriterium eine Teilnote. Die Gesamtnote ist der gewichtete Durchschnitt dieser Teilnoten. Grundlage sind Herstellerangaben, Händlerdaten und Kundenbewertungen, Stand Oktober 2026.
Bedienung und Lesbarkeit (30 %)
Größe und Art des Displays, Tasten und Bedienhilfen entscheiden darüber, wie sicher sich das Telefon im Alltag nutzen lässt.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Gigaset COMFORT 550A | 1,4 | Farbdisplay mit 2,2 Zoll und 220 x 176 Pixeln, beleuchtete Tastatur und Jumbo-Ziffern laut Hersteller. |
| 2. Telekom Sinus A 32 | 1,6 | Farbdisplay mit 220 x 176 Pixeln und Displaytasten, im Handel als Großtastentelefon geführt, Displaygröße nicht angegeben. |
| 3. Gigaset E290A | 1,3 | Große beleuchtete Einzeltasten, Jumbo-Ziffern, zwei Zielwahltasten und eine Extralaut-Taste laut Hersteller. |
| 4. Panasonic KX-TGC420GB | 1,9 | Display mit 1,6 Zoll und 103 x 65 Pixeln, zwei Displaytasten, laut Produktdaten ein Großtastentelefon. |
| 5. Amplicomms BigTel 1580 | 1,7 | Beleuchtetes vierzeiliges Display, Großwahltasten und drei Direktwahltasten laut Händlerdatenblatt. |
| 6. Telekom Sinus A207 | 2,8 | Monochromes Display ohne Größenangabe, keine Angaben zu großen Tasten oder Bedienhilfen. |
| 7. Panasonic KX-TG6823G Trio | 2,4 | Monochromes Display mit 1,8 Zoll, keine Angaben zu großen Tasten oder Bedienhilfen. |
| 8. Alcatel XL595B Voice | 2,7 | Einzeiliges Punktmatrix-Display mit Ziffernzeile, große Tasten laut Händlertitel, Verstärkertaste vorhanden. |
| 9. Philips D4701B | 2,4 | Monochromes Display mit 1,8 Zoll und zwei Displaytasten, keine Angaben zu großen Tasten. |
| 10. Doro PhoneEasy 100w Duo | 2,0 | Als Großtastentelefon geführt, monochromes Display ohne Größenangabe. |
Anrufbeantworter und Speicher (25 %)
Bewertet werden die Aufnahmezeit des Anrufbeantworters sowie die Größe von Telefonbuch und Anrufliste.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Gigaset COMFORT 550A | 1,3 | 30 Minuten Aufnahmezeit, 200 Telefonbucheinträge und 60 Einträge in der Anrufliste sind der höchste Wert im Feld. |
| 2. Telekom Sinus A 32 | 1,5 | Mit 40 Minuten die längste Aufnahmezeit, 100 Telefonbucheinträge und 40 Einträge in der Anrufliste. |
| 3. Gigaset E290A | 1,9 | 20 Minuten Aufnahmezeit und 150 Telefonbucheinträge, die Anrufliste speichert nur 25 Einträge. |
| 4. Panasonic KX-TGC420GB | 2,0 | 18 Minuten Aufnahmezeit, 120 Telefonbucheinträge und 50 Einträge in der Anrufliste. |
| 5. Amplicomms BigTel 1580 | 2,1 | 30 Minuten Aufnahmezeit und 100 Nummernspeicher, zur Anrufliste fehlt die Größenangabe. |
| 6. Telekom Sinus A207 | 1,6 | 30 Minuten Aufnahmezeit, 150 Telefonbucheinträge und 50 Einträge in der Anrufliste für den Preis stark. |
| 7. Panasonic KX-TG6823G Trio | 1,7 | 30 Minuten Aufnahmezeit, 120 Telefonbucheinträge, 50 Einträge in der Anrufliste und drei Mobilteile. |
| 8. Alcatel XL595B Voice | 2,3 | 14 Minuten Aufnahmezeit, 100 Telefonbucheinträge und 50 Einträge in der Anrufliste. |
| 9. Philips D4701B | 3,4 | Kein Anrufbeantworter, Telefonbuch mit nur 50 Einträgen, Anrufliste mit 50 Einträgen. |
| 10. Doro PhoneEasy 100w Duo | 4,0 | Kein Anrufbeantworter, Telefonbuch nur 20 Einträge, Anrufliste nur 10 Einträge. |
Akkulaufzeit (15 %)
Maßgeblich sind die Herstellerangaben zu Sprechzeit und Standby-Zeit mit voll geladenen Akkus.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Gigaset COMFORT 550A | 1,4 | Mit 320 Stunden Standby die längste Bereitschaftszeit, 17 Stunden Sprechzeit liegen im oberen Drittel. |
| 2. Telekom Sinus A 32 | 1,4 | Mit 20 Stunden die längste Sprechzeit im Feld, dazu 200 Stunden Standby. |
| 3. Gigaset E290A | 2,2 | Bis zu 10 Stunden Sprechzeit und 200 Stunden Standby, die Sprechzeit liegt unter dem Durchschnitt des Felds. |
| 4. Panasonic KX-TGC420GB | 1,5 | 18 Stunden Sprechzeit und 200 Stunden Standby gehören zu den besseren Werten. |
| 5. Amplicomms BigTel 1580 | 2,8 | 10 Stunden Sprechzeit und 100 Stunden Standby liegen im unteren Drittel. |
| 6. Telekom Sinus A207 | 1,4 | 18,5 Stunden Sprechzeit und 245 Stunden Standby, zweitlängste Bereitschaftszeit im Feld. |
| 7. Panasonic KX-TG6823G Trio | 2,0 | 15 Stunden Sprechzeit und 170 Stunden Standby liegen im Mittelfeld. |
| 8. Alcatel XL595B Voice | 3,2 | 8 Stunden Sprechzeit und 100 Stunden Standby sind die schwächsten Werte im Feld. |
| 9. Philips D4701B | 1,6 | 16 Stunden Sprechzeit und 250 Stunden Standby gehören zu den besten Werten. |
| 10. Doro PhoneEasy 100w Duo | 2,8 | 10 Stunden Sprechzeit und 100 Stunden Standby liegen im unteren Drittel. |
Hörkomfort und Anrufschutz (15 %)
Zählt Hörgerätekompatibilität, Lautstärkehilfen, Sperrliste und strahlungsarmer Betrieb, soweit die Hersteller sie angeben.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Gigaset COMFORT 550A | 1,3 | Als hörgerätekompatibel gelistet, Sperrliste mit 150 Einträgen und strahlungsfreier Standby-Betrieb laut Gigaset. |
| 2. Telekom Sinus A 32 | 1,9 | Hörgerätekompatibel, Headset-Anschluss vorhanden, Angaben zu Sperrliste und Strahlung fehlen. |
| 3. Gigaset E290A | 1,2 | Hörgerätekompatibel, Verstärker für doppelte Hörerlautstärke, Sperrliste mit 32 Einträgen und ECO DECT. |
| 4. Panasonic KX-TGC420GB | 3,0 | Als strahlungsreduziert geführt, Hörgerätekompatibilität und Sperrliste nicht angegeben. |
| 5. Amplicomms BigTel 1580 | 1,4 | Hörgerätekompatibel mit Lautstärkeverstärker, Anrufersperre und strahlungsreduziert. |
| 6. Telekom Sinus A207 | 3,0 | Als strahlungsreduziert geführt, zu Hörgeräten und Sperrliste liegen keine Angaben vor. |
| 7. Panasonic KX-TG6823G Trio | 3,0 | Als strahlungsreduziert geführt, Hörgerätekompatibilität und Sperrliste nicht angegeben. |
| 8. Alcatel XL595B Voice | 2,2 | Verstärkertaste und Sperrliste mit 100 Einträgen, Hörgerätekompatibilität nicht angegeben. |
| 9. Philips D4701B | 3,0 | Als strahlungsreduziert geführt, Hörgerätekompatibilität und Sperrliste nicht angegeben. |
| 10. Doro PhoneEasy 100w Duo | 2,4 | Als hörgerätekompatibel geführt, Angaben zu Sperrliste und Strahlung fehlen. |
Preis-Leistung (15 %)
Verhältnis der übrigen Teilnoten zum aktuellen Straßenpreis.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. Gigaset COMFORT 550A | 1,8 | Beste Ausstattung im Vergleich, dafür mit rund 70 Euro im oberen Preisbereich der zehn Geräte. |
| 2. Telekom Sinus A 32 | 1,8 | Lange Aufnahme- und Sprechzeit für rund 60 Euro, Telefonbuch kleiner als beim Gigaset COMFORT 550A. |
| 3. Gigaset E290A | 1,9 | Gute Seniorenausstattung für rund 60 Euro, Ausstattung beim Speicher jedoch schlanker als bei teureren Geräten. |
| 4. Panasonic KX-TGC420GB | 1,5 | Anrufbeantworter, 120 Einträge und gute Laufzeiten für rund 30 Euro, einer der günstigsten Preise im Feld. |
| 5. Amplicomms BigTel 1580 | 2,3 | Gute Seniorenausstattung, aber mit rund 60 Euro teurer als Geräte mit besseren Laufzeiten. |
| 6. Telekom Sinus A207 | 1,6 | Viel Speicher und lange Laufzeiten für rund 30 Euro, Bewertung mit 4 Sternen bei 114 Stimmen. |
| 7. Panasonic KX-TG6823G Trio | 2,9 | Drei Mobilteile erklären den Preis von rund 80 Euro, die Daten pro Gerät sind durchschnittlich. |
| 8. Alcatel XL595B Voice | 2,0 | Mit rund 30 Euro eines der günstigsten Geräte, die Laufzeiten fallen aber knapp aus. |
| 9. Philips D4701B | 2,7 | Mit rund 50 Euro ohne Anrufbeantworter teurer als mehrere Geräte mit Anrufbeantworter. |
| 10. Doro PhoneEasy 100w Duo | 3,2 | Zwei Mobilteile für rund 50 Euro, aber kleinster Speicher und kein Anrufbeantworter. |
Kaufberatung: Worauf Sie bei Schnurlose Telefone achten sollten
Was ein DECT-Schnurlostelefon ausmacht
Ein DECT-Schnurlostelefon besteht aus einer Basisstation und einem oder mehreren Mobilteilen. Die Basis wird an das Stromnetz und an den Telefonanschluss angeschlossen, die Mobilteile funken per DECT mit ihr. DECT steht für Digital Enhanced Cordless Telecommunications und ist der europäische Standard für schnurlose Telefone. Die Hersteller geben als Reichweite meist bis zu 50 Meter in Gebäuden und bis zu 300 Meter im Freien an. Im Alltag hängt der Wert stark von Wänden und Decken ab, Stahlbeton dämpft das Signal deutlich.
Im Handel begegnen Ihnen drei Bauarten. Welche zu Ihrem Anschluss passt, zeigt die Tabelle.
| Bauart | Anschluss | Geeignet für |
|---|
| Schnurlostelefon mit eigener Basis | Analoge Telefondose oder analoger Anschluss am Router | Haushalte, die ein eigenständiges Telefon wünschen |
| Mobilteil ohne Basis | Direkt am DECT-Teil eines Routers | Haushalte, die bereits einen Router mit DECT-Basis besitzen |
| Kombigerät mit Kabel-Basis und Mobilteil | Analoge Telefondose | Nutzer, die am Tisch ein Gerät mit Hörer und unterwegs ein Mobilteil wollen |
Alle zehn Geräte in diesem Vergleich gehören zur ersten Bauart und haben eine eigene Basisstation mit analoger Schnittstelle.
Anschluss: Analog, ISDN oder Internet-Anschluss
Früher hing das Telefon an einer Telefondose mit analogem Anschluss. Heute läuft der Festnetzanschluss meist über das Internet und endet in einem Router. Viele Router haben deshalb einen Anschluss für analoge Telefone, oft mit FON bezeichnet. Schnurlostelefone mit analoger Basis lassen sich dort ohne Zusatzgerät anschließen.
Wichtig ist der Blick auf die Produktbeschreibung. Manche Angebote tragen den Zusatz Mobilteil und enthalten keine Basisstation. Solche Geräte funktionieren nur an einem Router oder einer Telefonanlage mit DECT-Basis. Wer sie kauft, ohne eine solche Basis zu besitzen, kann nicht telefonieren. Auch das Telekom Speedphone 32 ist laut Preisvergleich ein reines Mobilteil für den Router.
Zwei Kürzel begegnen Ihnen in den Datenblättern. GAP steht für Generic Access Profile und beschreibt, dass Mobilteile verschiedener Hersteller an einer Basis grundlegend telefonieren können. Der erweiterte Standard CAT-iq ermöglicht zusätzlich HD-Telefonie und Funktionen am Router. Für die klassische Nutzung am analogen Anschluss spielt er keine Rolle.
Anrufbeantworter: eingebaut oder beim Anbieter
Viele Modelle haben einen digitalen Anrufbeantworter in der Basis. Die Aufnahmezeit in diesem Vergleich liegt zwischen 14 Minuten beim Alcatel XL595B Voice und 40 Minuten beim Telekom Sinus A 32. Bei den meisten Geräten stehen 30 Minuten zur Verfügung. Das genügt für die Nachrichten eines normalen Haushalts, auch wenn Sie mehrere Tage nicht zu Hause sind.
Bei den Typbezeichnungen ist Aufmerksamkeit gefragt. Gigaset kennzeichnet die Version mit Anrufbeantworter durch ein A am Ende, etwa E290A im Unterschied zum E290. Wer nur das Basismodell kauft, hat keinen Anrufbeantworter.
Eine Alternative ist der Netz-Anrufbeantworter, den viele Telefonanbieter bereitstellen. Er nimmt Anrufe auf, auch wenn das Telefon vom Strom getrennt ist. Er ist meist per Rufnummer abzufragen und hängt von Ihrem Vertrag ab. Ein eingebauter Anrufbeantworter lässt sich dagegen direkt am Gerät bedienen und per Fernabfrage von unterwegs abhören, sofern das Modell diese Funktion bietet.
Im Detail unterscheiden sich die Geräte. Beim Gigaset E290A lässt sich der Anrufbeantworter über Mobilteil und Basis bedienen, die Aufzeichnungslänge ist frei einstellbar und eine eigene Ansage kann aufgesprochen werden. Das Alcatel XL595B Voice zeigt neue Nachrichten an der Basis an und erlaubt laut Datenblatt eine programmierbare Antwortverzögerung von zwei bis acht Klingeltönen. Achten Sie darauf, dass Tasten für Abspielen und Löschen gut erreichbar sind.
Display, Tasten und Lesbarkeit
Das Display bestimmt, wie sicher Sie Nummern und Namen ablesen. In diesem Vergleich reicht die Spanne vom einzeiligen Display des Alcatel XL595B Voice über monochrome Displays mit 1,6 bis 2,0 Zoll bis zu den Farbdisplays mit 2,2 Zoll beim Gigaset COMFORT 550A. Nicht nur die Diagonale zählt, sondern auch die Möglichkeit, Ziffern vergrößert darzustellen. Gigaset nennt das Jumbo-Ziffern.
Die Tasten sind bei Seniorentelefonen größer, beleuchtet und kontrastreich beschriftet. Eine beleuchtete Tastatur hilft vor allem abends. Zielwahltasten, die eine gespeicherte Nummer mit einem Druck wählen, erleichtern den Notruf an Angehörige. Das Gigaset E290A hat zwei davon, das Amplicomms BigTel 1580 drei.
Greifen Sie das Mobilteil vor dem Kauf einmal in die Hand, wenn das möglich ist. Gewicht und Form sind Geschmackssache. Die Mobilteile in diesem Vergleich wiegen laut Produktdaten um 115 bis 130 Gramm.
Prüfen Sie außerdem, ob Display und Tasten eine Hintergrundbeleuchtung haben und ob sich Kontrast und Lautstärke einstellen lassen. Ein Menü mit wenigen Ebenen erleichtert die Bedienung. Gigaset beschreibt dafür beim E290 einen Modus, der pro Displayseite nur ein Symbol zeigt. Solche Funktionen stehen in der Bedienungsanleitung und machen den Alltag leichter, wenn mehrere Personen das Telefon nutzen.
Akku, Sprechzeit und Standby
Die Mobilteile werden von Akkus gespeist. In den Datenblättern des Vergleichs stehen meist zwei Akkus der Größe AAA vom Typ NiMH, also Nickel-Metallhydrid. Sprechzeit bezeichnet die Dauer eines durchgehenden Gesprächs, Standby-Zeit die Zeit im Bereitschaftsbetrieb, bis der Akku leer ist. Beide Werte gelten für neue, voll geladene Akkus.
Die Unterschiede sind deutlich. Das Alcatel XL595B Voice hält laut Hersteller bis zu 8 Stunden Gespräch und 100 Stunden Standby, das Telekom Sinus A 32 bis zu 20 Stunden Gespräch. Beim Standby führt das Gigaset COMFORT 550A mit bis zu 320 Stunden. Im Alltag stellen Sie das Mobilteil abends in die Ladeschale, dann spielt der Standby-Wert eine geringere Rolle als die Sprechzeit.
Nach einigen Jahren lässt die Kapazität jedes Akkus nach. Dann verkürzt sich die Zeit zwischen zwei Ladungen. Ersatz bekommen Sie im Handel meist für wenige Euro. Setzen Sie nur den Akkutyp ein, den die Anleitung nennt, und keine herkömmlichen Batterien.
Hörkomfort und Hörgeräte
Wer schlecht hört, achtet auf mehrere Funktionen. Eine Verstärkertaste erhöht die Lautstärke im Hörer für das laufende Gespräch, beim Gigaset E290 verdoppelt sie sie nach Angabe des Herstellers. Ein lauter Klingelton hilft, Anrufe in anderen Räumen zu bemerken. Optische Anrufsignale wie ein Blinklicht ergänzen das.
Hörgerätekompatibel bedeutet, dass das Telefon ein Hörgerät nicht durch Störungen beeinträchtigt. Häufig ist damit die Verbindung über eine Induktionsschleife, die T-Spule, gemeint. Prüfen Sie diese Angabe im Datenblatt Ihres Modells und lassen Sie sich im Zweifel von Ihrem Hörgeräteakustiker beraten. In diesem Vergleich sind das Gigaset E290A, das Gigaset COMFORT 550A, das Telekom Sinus A 32, das Amplicomms BigTel 1580 und das Doro PhoneEasy 100w Duo als hörgerätekompatibel gelistet. Bei den übrigen fehlt die Angabe in den verwendeten Quellen.
Schutz vor unerwünschten Anrufen
Werbeanrufe und Betrugsversuche am Telefon sind für ältere Menschen ein Ärgernis. Mit einer Sperrliste blockieren Sie einzelne Rufnummern. Das Gigaset COMFORT 550A fasst laut Hersteller 150 Einträge, das Gigaset E290A 32 Einträge, das Alcatel XL595B Voice 100 Einträge.
Manche Geräte haben zusätzliche Modi. Bei einem davon klingeln nur Rufnummern aus dem Telefonbuch oder aus einer VIP-Liste. Gigaset-Modelle zeigen Anrufe ohne übertragene Rufnummer nur optisch an, ohne zu klingeln. Voraussetzung für die Rufnummernanzeige ist, dass Ihr Telefonanbieter sie mitsendet. Die Hersteller weisen darauf hin, dass solche Funktionen von den Diensten des Anbieters abhängen.
Eine Sperrliste ersetzt nicht den gesunden Menschenverstand. Geben Sie am Telefon keine Bankdaten und keine Zugangsdaten heraus und legen Sie im Zweifel auf.
Stromverbrauch und laufende Kosten
Eine Basisstation hängt dauerhaft am Netz und verbraucht auch ohne Gespräch Strom. Der genaue Wert steht in den Herstellerangaben, einige Hersteller veröffentlichen ihn in der Rubrik Leistungsaufnahme. Die folgende Tabelle zeigt nur ein Rechenbeispiel mit angenommenen Werten, keine Messwerte der Geräte. Als Strompreis sind 0,35 Euro je Kilowattstunde angesetzt.
| Angenommene Dauerleistung | Verbrauch pro Jahr | Kosten pro Jahr |
|---|
| 0,5 Watt | 4,4 kWh | 1,53 Euro |
| 1,0 Watt | 8,8 kWh | 3,07 Euro |
| 1,5 Watt | 13,1 kWh | 4,60 Euro |
Die Rechnung lautet Leistung in Watt mal 8.760 Stunden im Jahr, geteilt durch 1.000. Selbst bei 1,5 Watt kostet der Dauerbetrieb also nur wenige Euro im Jahr. Spürbarer sind die Anschaffung und gegebenenfalls neue Akkus nach einigen Jahren. Ein Gerät mit ECO-DECT-Funktion passt die Sendeleistung an die Entfernung an und ist laut Gigaset im Standby-Betrieb strahlungsfrei.
Aufstellen, Anschließen und Pflege
Stellen Sie die Basisstation möglichst zentral in der Wohnung auf, am besten erhöht und frei, nicht hinter Metallflächen oder in einem geschlossenen Schrank. Dann erreicht das Signal alle Räume am besten. Reicht es nicht bis in jeden Winkel, kann ein DECT-Verstärker, auch Repeater genannt, die Reichweite erhöhen. Das nennt Gigaset ausdrücklich als Möglichkeit.
Zur Inbetriebnahme verbinden Sie die Basis mit dem Telefonanschluss und dem Netzteil. Laden Sie die Akkus laut Anleitung zum ersten Mal ganz auf, das dauert je nach Modell mehrere Stunden. Danach melden sich neue Mobilteile bei vielen Geräten automatisch an, sobald Sie sie in die Basis stellen. Alcatel nennt das als Funktion beim XL595B.
Zur Pflege genügt ein trockenes oder leicht feuchtes Tuch für Gehäuse und Tasten. Verwenden Sie keine Lösungsmittel. Halten Sie die Ladekontakte sauber, damit der Akku sicher lädt. Bei einem Stromausfall fällt die Basis aus, damit ist auch das Telefon nicht nutzbar. Wer darauf angewiesen ist, hält ein einfaches Telefon mit Kabel oder ein Mobiltelefon bereit.
Setzen Sie mehrere Mobilteile ein, lohnt ein Blick auf die Zusatzfunktionen. Bei Gigaset sind Gespräche zwischen den Mobilteilen kostenlos, Telefonbucheinträge lassen sich von Mobilteil zu Mobilteil übertragen, und externe Anrufe können weitergegeben werden. Alcatel beschreibt für das XL595B ein gemeinsames Telefonbuch bei mehreren Handapparaten und eine Dreierkonferenz mit zwei internen und einem externen Teilnehmer.
Typische Fehler beim Kauf und Fachbegriffe
Häufige Fehler beim Kauf lassen sich vermeiden:
- Nur ein Mobilteil bestellt: Ohne Basisstation funktioniert es nicht.
- Anrufbeantworter vorausgesetzt: Modelle ohne den Buchstaben A in der Bezeichnung haben meist keinen.
- Speicher unterschätzt: Ein Telefonbuch mit 20 Einträgen, wie beim Doro PhoneEasy 100w Duo, ist schnell voll.
- Sprechzeit mit Standby verwechselt: Mit 100 Stunden Standby lässt sich nicht 100 Stunden telefonieren.
- Hörgerätekompatibilität angenommen: Sie steht nicht bei allen Geräten im Datenblatt.
Die wichtigsten Fachbegriffe in Kurzform:
- DECT: Funkstandard für schnurlose Telefone.
- GAP: Grundstandard, damit Mobilteile verschiedener Hersteller an einer Basis telefonieren.
- CAT-iq: Erweiterter Standard für HD-Telefonie und Router-Funktionen.
- CLIP: Anzeige der Rufnummer des Anrufers, sofern der Anbieter sie übermittelt.
- ECO DECT: Sendeleistung wird an die Entfernung angepasst.
- NiMH: Akkutyp in den meisten Mobilteilen.
- T-Spule: Induktive Verbindung zum Hörgerät.
Häufige Fragen zu Schnurlose Telefone
Funktioniert ein DECT-Schnurlostelefon am Internet-Anschluss?
Ja, wenn Ihr Router einen Anschluss für analoge Telefone besitzt. Viele Router bieten ihn und bezeichnen ihn häufig als FON. Dort stecken Sie die Basisstation des Schnurlostelefons ein, genau wie früher an der Telefondose. Alle Geräte in diesem Vergleich haben laut Datenblatt eine analoge Schnittstelle. Reine Mobilteile ohne Basis benötigen dagegen einen Router oder eine Telefonanlage mit DECT-Funktion.
Was bedeutet DECT?
DECT steht für Digital Enhanced Cordless Telecommunications und bezeichnet den europäischen Standard für schnurlose Telefone. Die Verbindung zwischen Mobilteil und Basisstation läuft digital. Die Hersteller geben als typische Reichweite bis zu 50 Meter in Gebäuden und bis zu 300 Meter im Freien an. Ein weiterer Begriff in den Datenblättern ist GAP, der Mobilteile verschiedener Hersteller an einer Basis ermöglicht.
Wie weit reicht ein Schnurlostelefon in der Wohnung?
Laut Herstellern erreichen die Geräte in Gebäuden bis zu 50 Meter. Wie weit es tatsächlich reicht, hängt von Wänden, Decken und der Aufstellung der Basisstation ab. Besonders Stahlbeton und große Metallflächen schwächen das Signal. Reicht ein Gerät nicht bis ins entfernte Zimmer, hilft es, die Basis zentraler und höher aufzustellen. Alternativ erweitert ein DECT-Verstärker die Reichweite, wie Gigaset angibt.
Brauche ich einen Anrufbeantworter im Telefon?
Das hängt von Ihrem Anschluss ab. Viele Telefonanbieter bieten einen Netz-Anrufbeantworter, der ohne Zusatzgerät funktioniert. Ein eingebauter Anrufbeantworter lässt sich dagegen direkt am Gerät bedienen. In diesem Vergleich nehmen die Geräte zwischen 14 und 40 Minuten auf, bei den meisten sind es 30 Minuten. Zwei Modelle haben keinen eingebauten Anrufbeantworter.
Wie viele Mobilteile lassen sich anmelden?
Die Zahl hängt vom Modell ab. Beim Gigaset E290A sind laut Hersteller bis zu vier Mobilteile möglich, beim Alcatel XL595B bis zu fünf Handapparate pro Basis, beim Gigaset COMFORT 550A bis zu sechs. Das Panasonic KX-TG6823G wird bereits mit drei Mobilteilen geliefert. Mit mehreren Mobilteilen telefonieren Sie in jedem Raum und können Anrufe zwischen ihnen weiterreichen.
Wie lange hält der Akku eines Mobilteils?
Das hängt vom Modell. Die Herstellerangaben zur Sprechzeit reichen in diesem Vergleich von 8 Stunden beim Alcatel XL595B Voice bis zu 20 Stunden beim Telekom Sinus A 32. Die Standby-Zeit liegt zwischen 100 und 320 Stunden. Die Werte gelten für neue Akkus. Nach einigen Jahren lässt die Kapazität nach, dann ersetzen Sie die Akkus durch Exemplare desselben Typs.
Sind Schnurlostelefone strahlungsarm?
Viele Modelle haben einen Eco-Modus. Bei Gigaset heißt er ECO DECT: Die Sendeleistung passt sich der Entfernung zwischen Mobilteil und Basis an, im Standby-Betrieb sendet das Gerät laut Hersteller nicht. Panasonic, Philips und Telekom führen mehrere Geräte als strahlungsreduziert. Wer die Strahlung gering halten möchte, wählt ein Modell mit dieser Angabe und stellt die Basis nicht neben das Bett.
Worauf sollte ich bei Hörgeräten achten?
Achten Sie auf die Angabe hörgerätekompatibel im Datenblatt. Sie bedeutet, dass das Telefon die Hörgeräte nicht stört, häufig über die T-Spule. Hilfreich sind außerdem eine Verstärkertaste und ein lauter Klingelton. Im Vergleich sind fünf Geräte ausdrücklich als hörgerätekompatibel gelistet. Bei Unsicherheit klären Sie die Passung mit Ihrem Hörgeräteakustiker.
Wie schütze ich mich vor Werbeanrufen?
Nutzen Sie die Sperrliste Ihres Telefons. Sie nimmt je nach Modell 32 bis 150 Rufnummern auf. Manche Geräte erlauben, dass nur bekannte Nummern klingeln. Voraussetzung ist die Rufnummernanzeige, die Ihr Anbieter übermitteln muss. Geben Sie am Telefon keine Bank- oder Zugangsdaten heraus und beenden Sie im Zweifel das Gespräch.