So haben wir bewertet
Jedes Produkt erhält für jedes Kriterium eine Teilnote. Die Gesamtnote ist der gewichtete Durchschnitt dieser Teilnoten. Grundlage sind Herstellerangaben, Händlerdaten und Kundenbewertungen, Stand Oktober 2026.
Klang und Leistung (30 %)
Ausgangsleistung in Watt RMS, Anzahl und Art der Lautsprecher und Gehäuseform.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. TechniSat DIGITRADIO 3 | 1,2 | Zwei Lautsprecher mit zusammen 20 W RMS sind der höchste Wert im Vergleich, ein Equalizer gehört laut Hersteller dazu. |
| 2. Albrecht DR 865 | 1,8 | Stereolautsprecher mit 2 x 7 W RMS liegen im oberen Drittel, hinter den Geräten mit 10 bis 20 W. |
| 3. Tivoli Audio Model One Digital+ Gen3 | 1,3 | Der Hersteller nennt 20 W Ausgangsleistung, ein 3-Zoll-Breitbandchassis im Bassreflexgehäuse und 56-Bit-DSP, ein Spitzenwert bei dieser Größe. |
| 4. Pure Classic H4 | 2,0 | 10 W über einen 3-Zoll-Breitbandtreiber in Mono liegen klar über den Kleingeräten, aber unter den Stereogeräten. |
| 5. Ruark Audio R1 Mk4 | 1,4 | Ein 9-W-Verstärker mit 75-mm-Treiber im Bassreflexgehäuse, Equalizer und Loudness; Frequenzgang laut Datenblatt 55 Hz bis 20 kHz. |
| 6. Sharp DR-P420 | 3,2 | 2 W RMS aus einem kleinen Gehäuse reichen für leises Hören, liegen aber weit unter den Tischgeräten. |
| 7. Karcher DAB 2405 | 3,5 | Der Hersteller nennt keine Ausgangsleistung, das Gehäuse ist mit 18 x 9 x 4 cm das flachste im Vergleich. |
| 8. TechniSat DIGITRADIO 1 S | 3,0 | Zwei Lautsprecher mit je 1 W ergeben 2 W RMS in Stereo, bei flachem Gehäuse. |
| 9. Sangean DDR-7 | 3,2 | 2 W am Netzteil und 1,6 W im Akkubetrieb sind wenig, das Gehäuse ist mit 400 g sehr klein. |
| 10. Philips TAR4600 | 4,0 | 0,7 W RMS sind der niedrigste Wert im Vergleich, die Maximalleistung von 1,4 W ändert daran wenig. |
Bedienung und Display (25 %)
Display, Tasten, Fernbedienung und Hilfen gegen Fehlbedienung.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. TechniSat DIGITRADIO 3 | 1,5 | OLED-Display, Drehregler und Fernbedienung erleichtern die Bedienung, es gibt aber keinen Komfortmodus. |
| 2. Albrecht DR 865 | 1,2 | Komfortmodus, 4-Zoll-Farbdisplay, große Tasten, Fernbedienung und Sprachausgabe sind die seniorengerechteste Bedienung im Vergleich. |
| 3. Tivoli Audio Model One Digital+ Gen3 | 1,8 | Fernbedienung und LED-Display sind vorhanden, zusätzlich lässt sich das Gerät per WLAN steuern, Angaben zur Displaygröße fehlen. |
| 4. Pure Classic H4 | 1,9 | Das 2,4-Zoll-Farbdisplay ist dimmbar, eine Fernbedienung nennt der Hersteller nicht. |
| 5. Ruark Audio R1 Mk4 | 1,9 | OLED-Display mit automatischer Dimmung, die Fernbedienung kostet extra. |
| 6. Sharp DR-P420 | 2,8 | Ein LCD-Display und Tasten am Gerät, zu Displaygröße und Fernbedienung macht der Hersteller keine Angabe. |
| 7. Karcher DAB 2405 | 2,8 | Das LCD-Display mit einstellbarer Beleuchtung und zehn Direktwahltasten sind übersichtlich, eine Fernbedienung fehlt. |
| 8. TechniSat DIGITRADIO 1 S | 2,6 | Das OLED-Display ist gut ablesbar, zu Fernbedienung und Wecker macht die Herstellerseite keine Angabe. |
| 9. Sangean DDR-7 | 2,9 | Das OLED-Display zeigt auch den Ladezustand, zu Tasten, Fernbedienung und Senderspeichern fehlen Angaben. |
| 10. Philips TAR4600 | 2,4 | Das verspiegelte LCD mit großen Ziffern ist dimmbar, es gibt aber keine Fernbedienung und kein farbiges Display. |
Ausstattung und Anschlüsse (30 %)
Senderspeicher, Bluetooth, Wecker und Anschlüsse.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. TechniSat DIGITRADIO 3 | 1,2 | Bluetooth 5, USB, AUX, Antennenbuchse, CD-Player, Wecker mit Snooze und je 20 Speicherplätze für DAB+ und UKW sind die breiteste Ausstattung. |
| 2. Albrecht DR 865 | 1,5 | Bluetooth 5.0, AUX, Kopfhörer, Wecker mit Snooze und Warnfunktion sind vorhanden, nur sechs Stationstasten sind wenig. |
| 3. Tivoli Audio Model One Digital+ Gen3 | 1,3 | WLAN mit AirPlay und Google Cast, Bluetooth 5.2, AUX, Fernbedienung und Wecker; nur die Zahl der Senderspeicher ist offen. |
| 4. Pure Classic H4 | 1,5 | Bluetooth 5.3, USB-A, 3,5-mm-Eingang, zwei Alarme, Küchentimer und je 40 Speicherplätze sind sehr umfangreich. |
| 5. Ruark Audio R1 Mk4 | 1,8 | Zwei Alarme, 8 Speicherplätze je Betriebsart, USB-C, Line-in und Kopfhörer; Bluetooth nur in Version 4.2. |
| 6. Sharp DR-P420 | 2,0 | Bluetooth 5.3, je 20 Speicherplätze, zwei unabhängige Alarme und Batterie- oder Netzbetrieb für einen kleinen Preis. |
| 7. Karcher DAB 2405 | 3,0 | Alarm, Snooze, Sleep-Timer und je 10 Speicher sind vorhanden, Bluetooth und Eingänge fehlen. |
| 8. TechniSat DIGITRADIO 1 S | 3,4 | Je 20 Speicher und ein wechselbarer Akku sind vorhanden, Bluetooth, Wecker und Fernbedienung sind nicht aufgeführt. |
| 9. Sangean DDR-7 | 2,9 | Bluetooth 5.0, AUX-Eingang, Akku und Antennenanschluss stehen gegen fehlenden Wecker und fehlende Speicherangabe. |
| 10. Philips TAR4600 | 3,0 | Zwei Alarme, Snooze, USB-C-Ladeanschluss und 20 Speicher stehen gegen fehlendes Bluetooth und fehlenden Audio-Eingang. |
Preis-Leistung (15 %)
Verhältnis der übrigen Teilnoten zum Straßenpreis bei Otto.
| Produkt | Note | Begründung |
|---|
| 1. TechniSat DIGITRADIO 3 | 1,8 | Für 200 Euro erhält man die umfangreichste Ausstattung und die höchste Leistung, der Preis liegt aber deutlich über den Kleingeräten. |
| 2. Albrecht DR 865 | 1,9 | 150 Euro für Stereoklang und die einfachste Bedienung sind angemessen, der Aufpreis zu Kleingeräten ist durch das Display begründet. |
| 3. Tivoli Audio Model One Digital+ Gen3 | 3,0 | Bei 350 Euro liegt der Preis im oberen Bereich; Klang und Streaming rechtfertigen einen Teil, ein Radiowecker mit DAB+ kostet weniger. |
| 4. Pure Classic H4 | 1,6 | 80 Euro für 10 W, Bluetooth 5.3 und 40+40 Speicherplätze sind ein günstiges Verhältnis. |
| 5. Ruark Audio R1 Mk4 | 3,2 | Bei 350 Euro ist der Aufpreis zu Geräten mit ähnlichen Daten hoch, Fernbedienung und Netzteilbetrieb ohne Akku sprechen nicht dafür. |
| 6. Sharp DR-P420 | 1,4 | Für rund 40 Euro bietet es Bluetooth 5.3, zwei Alarme und 20+20 Speicher; die Kundenbewertung von 4,0 aus 60 Stimmen stützt das. |
| 7. Karcher DAB 2405 | 1,9 | Knapp 35 Euro für ein funktionsfähiges DAB+-Radio mit Alarm sind sehr günstig, die Bewertung von 4,5 aus 334 Stimmen ist solide. |
| 8. TechniSat DIGITRADIO 1 S | 3,2 | Für rund 60 Euro bietet es weniger Ausstattung als Geräte für 40 Euro, dafür Stereo und Akku. |
| 9. Sangean DDR-7 | 3,4 | Rund 100 Euro sind für 2 W und diese Ausstattung hoch, verglichen mit Geräten für 40 bis 80 Euro. |
| 10. Philips TAR4600 | 3,0 | 55 Euro für einen reinen Radiowecker mit schwachem Lautsprecher sind mäßig, ein Gerät für 40 Euro bietet mehr Funktionen. |
Kaufberatung: Worauf Sie bei DAB+ Radios achten sollten
Was bedeutet DAB+ und worin unterscheidet es sich von UKW?
DAB+ ist das digitale terrestrische Radio. Die Programme werden nicht als analoges Signal auf UKW (87,5 bis 108 MHz) übertragen, sondern als Datenstrom im Frequenzbereich von rund 174 bis 240 MHz. In Deutschland sendet DAB+ seit 2011 bundesweit. Mehrere Programme werden dabei in einem Multiplex gebündelt, der auf einer gemeinsamen Frequenz läuft. Beim ersten Einschalten sucht das Radio alle empfangbaren Programme und legt eine Senderliste an.
Der hörbare Unterschied liegt im Verhalten bei schwachem Signal. UKW rauscht und knackt, sobald der Empfang nachlässt. DAB+ klingt entweder sauber oder setzt aus, ein Rauschen gibt es nicht. Dazu kommen Zusatzdaten wie Sendername, Titel und Interpret, bei manchen Programmen auch Bilder, in der Fachsprache Slideshow. Als Audioformat dient AAC. Der Klang hängt auch vom Programmanbieter ab, der die Datenrate festlegt.
Viele Sender laufen weiterhin zusätzlich über UKW, und nicht jedes regionale Programm ist überall über DAB+ zu hören. Alle zehn Geräte in diesem Vergleich empfangen deshalb beide Arten. Das ist auch die sinnvolle Wahl, wenn die Empfangslage in der Wohnung wechselt oder Sie das Radio später an einem anderen Ort aufstellen.
Welche Bauart passt zu welchem Einsatz?
Die Geräte in diesem Vergleich lassen sich grob in fünf Klassen einteilen. Die Klasse bestimmt, wie laut und wie bequem das Radio im Alltag ist. Ein Uhrenradio gehört auf den Nachttisch, ein tragbares Küchenradio wandert mit, und ein größeres Tischgerät ersetzt im Wohnzimmer die Stereoanlage.
| Bauart | Beispiele im Vergleich | Leistung | Stromversorgung |
|---|
| Uhrenradio | Philips TAR4600 | 0,7 W RMS | Netzteil, Reservebatterie |
| Tragbares Küchen- und Reiseradio | Karcher DAB 2405, Sharp DR-P420, TechniSat DIGITRADIO 1 S | 2 W RMS bei Sharp und TechniSat, bei Karcher keine Angabe | Batterie oder Akku, dazu Netzteil |
| Kompaktes Tischradio | Pure Classic H4, Ruark Audio R1 Mk4, Sangean DDR-7 | 2 bis 10 W | Netz, beim Sangean auch Akku |
| Seniorenradio | Albrecht DR 865 | 2 x 7 W RMS | Netzteil |
| Stereo-Tischgerät mit CD | TechniSat DIGITRADIO 3 | 20 W RMS | Netzteil |
| Streaming-Tischradio | Tivoli Audio Model One Digital+ Gen3 | 20 W | keine Herstellerangabe |
Die Leistungswerte stammen von den Herstellern. Sie sind nicht bei allen Geräten nach demselben Verfahren angegeben, deshalb sind RMS-Werte und reine Wattangaben nur grob vergleichbar.
Klang: Was die Wattangabe aussagt und was nicht
Die wichtigste Zahl ist die Dauerleistung, angegeben als Watt RMS. Sie beschreibt, was der Verstärker über längere Zeit abgeben kann. Daneben nennen manche Hersteller eine Maximalleistung, die kurzzeitig erreichbar ist. Das Philips TAR4600 zeigt den Abstand: Laut Hersteller sind es 0,7 W RMS, aber 1,4 W maximal. Wer nur eine Zahl sieht, sollte nachfragen, welche gemeint ist.
Mehr Watt bedeuten nicht automatisch besseren Klang. Entscheidend sind auch die Zahl der Lautsprecher, die Größe des Treibers und das Gehäuse. Ein Gerät mit zwei Lautsprechern, wie das TechniSat DIGITRADIO 3 mit 2 x 10 W, trennt links und rechts. Ein Mono-Gerät wie das Pure Classic H4 spielt mit 10 W über einen 3-Zoll-Treiber. Ein Bassreflexgehäuse, wie es Ruark und Tivoli nennen, verstärkt tiefe Töne, ohne dass die Leistung steigt.
Für Sprache und leise Musik in der Küche reichen 2 W in einem kleinen Gehäuse. Im Wohnzimmer sind die 10 bis 20 W größerer Geräte spürbar angenehmer, weil sich die Lautstärke ohne Verzerrung erhöhen lässt. Ein Equalizer oder eine Loudness-Funktion, die Ruark und TechniSat nennen, hilft, den Klang an den Raum anzupassen.
Bedienung und Display für ältere Nutzer
Ein Radio wird jeden Tag benutzt, deshalb zählt die Bedienung mehr als ein zusätzlicher Anschluss. Folgende Merkmale helfen im Alltag:
- Display: Größe, Kontrast und die Möglichkeit, die Helligkeit zu dimmen. Das Albrecht DR 865 hat ein 4-Zoll-Farbdisplay, das Philips TAR4600 zeigt große Ziffern.
- Fernbedienung: Sie erspart das Aufstehen. Albrecht, TechniSat DIGITRADIO 3 und Tivoli liefern eine mit, bei Ruark kostet sie extra.
- Komfortmodus: Das Albrecht DR 865 kann auf Ein und Aus, Lautstärke und Favoritentasten beschränkt werden, damit nichts versehentlich verstellt wird.
- Favoritentasten: Sie rufen Lieblingssender mit einem Tastendruck auf. Das Karcher DAB 2405 hat zehn Direktwahltasten.
- Sprachausgabe: Sie liest Menüpunkte vor und hilft bei Sehschwäche, laut Hersteller beim Albrecht DR 865 vorhanden.
Prüfen Sie vor dem Kauf auch die Tastengröße und den Abstand der Tasten. Kleine Geräte sparen Platz, haben aber oft kleine Tasten und ein kleines Display. Für das Schlafzimmer ist ein dimmbares Display wichtig, damit die Anzeige nachts nicht blendet. Das Philips TAR4600 und das Pure Classic H4 nennen eine einstellbare Helligkeit. Beim Karcher DAB 2405 lässt sich die Dauer der Hintergrundbeleuchtung einstellen.
Senderspeicher, Bluetooth und Anschlüsse
Senderspeicher legen Lieblingsprogramme auf Tasten oder in eine kurze Liste. Üblich sind 10 bis 40 Plätze, oft getrennt für DAB+ und UKW. Das Pure Classic H4 bietet je 40, das Sharp DR-P420 und das TechniSat DIGITRADIO 3 je 20, das Karcher DAB 2405 je 10. Das Albrecht DR 865 hat sechs Stationstasten. Wer nur drei oder vier Sender hört, kommt mit wenigen Plätzen aus.
Über Bluetooth spielt das Radio Musik, Podcasts oder Hörbücher vom Smartphone. Im Vergleich nennen sieben der zehn Geräte Bluetooth, die Versionen reichen von 4.2 beim Ruark R1 Mk4 bis 5.3 bei Sharp und Pure. Die Version spielt für den Alltag eine kleine Rolle, wichtiger ist die stabile Verbindung im Raum. Karcher und Philips haben kein Bluetooth.
Weitere Anschlüsse sind der 3,5-mm-Kopfhörerausgang, der AUX-Eingang für CD-Spieler oder Fernseher, USB zum Laden oder für Musikdateien und die F-Buchse für eine externe Antenne, wie sie TechniSat DIGITRADIO 3 und Ruark nennen. Ein Kopfhörerausgang ist hilfreich, wenn andere im Raum schlafen.
Stromverbrauch und laufende Kosten
Ein Radio verbraucht wenig Strom, im Jahr summiert sich der Standby-Betrieb aber merklich. Als Rechenannahme dienen vier Stunden Betrieb und 20 Stunden Standby pro Tag sowie 0,35 Euro je Kilowattstunde. Ihr Tarif kann abweichen. Die Leistungswerte stammen aus den Datenblättern der Hersteller.
| Gerät | Betrieb | Standby | Kosten im Jahr |
|---|
| Philips TAR4600 | bis 1,5 W: 2,19 kWh, 0,77 Euro | bis 0,8 W: 5,84 kWh, 2,04 Euro | etwa 2,80 Euro |
| Ruark Audio R1 Mk4 | typisch 6 W (4 bis 8 W): 8,76 kWh, 3,07 Euro | 0,7 W: 5,11 kWh, 1,79 Euro | etwa 4,90 Euro |
| TechniSat DIGITRADIO 3 | höchstens 40 W: 58,4 kWh, 20,44 Euro | 0,4 W: 2,92 kWh, 1,02 Euro | höchstens etwa 21,50 Euro |
Beim TechniSat gilt der Höchstwert von 40 W nur bei voller Lautstärke und eingeschalteten Zusatzfunktionen, im normalen Betrieb liegt der Verbrauch darunter. Bei Batteriegeräten rechnet sich der Netzteilbetrieb schneller. Das Sharp DR-P420 läuft laut Hersteller mit Alkaline-Zellen bis zu 16 Stunden. Bei vier Stunden Hörzeit am Tag ist ein Satz nach etwa vier Tagen leer, im Jahr sind das rund 90 Batteriesätze.
Aufstellen, Antenne und Anschließen
Stellen Sie das Radio auf eine stabile, ebene Fläche, nicht auf Bett, Sofa oder Teppich. Die Anleitung des Karcher DAB 2405 nennt einen Freiraum von mindestens 5 cm um das Gerät, damit die Lüftungsöffnungen frei bleiben. Heizkörper, Herd und andere Wärmequellen sind ungeeignet, ebenso die Nähe von Wasser. Im Bad gehört das Radio nicht an den Wannenrand. In der Küche genügt ein Platz abseits von Spüle und Herd, damit weder Spritzwasser noch Hitze an das Gehäuse gelangen.
Beim ersten Einschalten startet ein Sendersuchlauf. Ziehen Sie dazu die Teleskopantenne ganz aus und richten Sie sie senkrecht aus. Ein Platz am Fenster oder an einer Außenwand verbessert den Empfang meist, ein Platz neben Router, Monitor oder Netzteilen kann ihn stören. Findet der Suchlauf weniger Programme als erwartet, stellen Sie das Gerät um und starten Sie den Suchlauf erneut. Die Uhrzeit übernimmt das Radio meist aus dem Sendesignal.
Speichern Sie danach Ihre Lieblingssender auf den Favoritenplätzen. Bei Geräten mit Batteriebetrieb sollten Sie die Batterien entnehmen, wenn das Radio dauerhaft am Netzteil läuft, so schreiben es auch die Hersteller vor, weil ausgelaufene Batterien das Gerät beschädigen können.
Pflege und Sicherheit
Reinigen Sie das Radio nur mit einem trockenen, weichen Tuch und ziehen Sie vorher den Netzstecker. Chemische Reinigungsmittel greifen Gehäuse und Beschriftung an. Kein Wasser und keine Flüssigkeit darf in das Gehäuse gelangen, stellen Sie deshalb keine Vase oder Tasse darauf.
Das Netzkabel sollte so verlegt sein, dass niemand darüber stolpert und es nicht eingeklemmt wird. Bei Gewitter oder längerer Abwesenheit hilft es, den Stecker zu ziehen. Wechselbare Akkus, wie sie das TechniSat DIGITRADIO 1 S nennt, halten länger, wenn sie nicht dauerhaft leer gelagert werden.
Bei Kopfhörern gilt: Eine zu hohe Lautstärke kann das Gehör dauerhaft schädigen. Stellen Sie die Lautstärke vor dem Aufsetzen niedrig ein. Öffnen Sie das Gerät nie selbst, Reparaturen gehören in die Hände von Fachpersonal.
Typische Fehler beim Kauf
Diese Punkte führen am häufigsten zu Enttäuschungen:
- Nur DAB statt DAB+: Ältere Geräte mit der Bezeichnung DAB verstehen das heutige Audioformat nicht. Achten Sie auf DAB+.
- Wattangabe ohne Zusatz: Fehlt der Hinweis RMS, ist die Zahl oft eine Maximalangabe und liegt deutlich über der Dauerleistung.
- Empfang nicht geprüft: Wer außerhalb der Ballungsräume wohnt, sollte die DAB+-Abdeckung seiner Gegend vorab prüfen. Die Netzbetreiber veröffentlichen Empfangskarten.
- Zu kleines Display: Ein Gerät mit kleinem Display ist abends und ohne Brille schwer zu lesen.
- Batteriegerät als Dauerlösung: Mit vier AA-Zellen ist das Radio nach 16 Stunden leer. Für den täglichen Betrieb ist ein Netzteil sinnvoller.
- Preis ohne Vergleich: Derselbe Radiotyp kostet je nach Farbvariante und Händler unterschiedlich. Beim Sharp DR-P420 liegen bei Otto zwischen 37 und 47 Euro, je nach Gehäusefarbe.
- Zu viele Funktionen: Streaming und App-Steuerung sind für viele überflüssig, wenn das Radio vor allem Sender wiedergeben soll.
Fachbegriffe kurz erklärt
- DAB+: Digital Audio Broadcasting, das digitale Radio mit AAC-Audiocodec.
- UKW: Ultrakurzwelle, das analoge Radio im Bereich 87,5 bis 108 MHz.
- RDS: Radio Data System, übermittelt bei UKW Sendername und weitere Textinformationen.
- Multiplex: Ein Datenpaket, das mehrere DAB+-Programme auf einer Frequenz überträgt.
- RMS: Dauerleistung eines Verstärkers in Watt, aussagekräftiger als Maximalwerte.
- Slideshow: Bilder, die manche DAB+-Programme zusätzlich zum Ton senden.
- Preset: Gespeicherter Sender auf einem Favoritenplatz.
- Sleep-Timer: Schaltet das Radio nach einer eingestellten Zeit aus.
- Snooze: Schlummerfunktion, die den Alarm um einige Minuten verschiebt.
- Bassreflex: Gehäuse mit einer Öffnung, die tiefe Töne verstärkt.
Häufige Fragen zu DAB+ Radios
Brauche ich für DAB+ ein neues Radio?
Ja. Ein reines UKW-Radio kann DAB+ nicht empfangen, weil das Signal digital und auf anderen Frequenzen gesendet wird. Alle zehn Geräte in diesem Vergleich empfangen DAB+ und UKW. Achten Sie auf die Bezeichnung DAB+ und nicht nur DAB, denn ältere Geräte mit reinem DAB verstehen das heutige Audioformat der Programme nicht. Wer sein Radio behalten möchte, kann stattdessen einen DAB+-Adapter anschließen.
Lohnt sich DAB+ gegenüber UKW?
DAB+ bietet in vielen Regionen mehr Programme, rauschfreien Klang und Zusatzinformationen wie Titel und Interpret. Es lohnt sich, wenn Sie bundesweite Programme hören oder UKW bei Ihnen schlecht empfangen wird. Bei schwachem Signal fällt DAB+ allerdings ganz aus, UKW rauscht dann nur. Deshalb ist ein Gerät mit beiden Empfangsarten die sicherste Wahl. Ob Ihre Region versorgt ist, zeigen die Empfangskarten der Netzbetreiber.
Warum bricht der Empfang manchmal ganz ab?
Digitale Signale klingen entweder sauber oder setzen aus. Ursachen sind meist ein ungünstiger Standort, eine nicht ausgezogene Teleskopantenne oder Störquellen wie Netzteile, Router und Monitore in der Nähe. Ziehen Sie die Antenne ganz aus, richten Sie sie senkrecht aus und stellen Sie das Radio näher ans Fenster. Danach lohnt sich ein neuer Sendersuchlauf, bei dem das Gerät die Senderliste aktualisiert.
Wie viel Leistung braucht ein Küchenradio?
Für Sprache und leise Musik genügen 2 W RMS in einem kleinen Gehäuse, wie sie das Sharp DR-P420 und das TechniSat DIGITRADIO 1 S nennen. Wer die Küche beschallen will, während Wasser läuft oder die Dunstabzugshaube arbeitet, braucht mehr, etwa 10 W wie beim Pure Classic H4. Achten Sie auf die Angabe RMS. Maximalwerte liegen oft doppelt so hoch und sagen wenig über die Dauerlautstärke aus.
Welches Radio eignet sich für Senioren?
Gesucht sind ein großes Display, große Tasten, eine Fernbedienung und möglichst wenige Funktionen. Im Vergleich erfüllt das Albrecht DR 865 diese Punkte am besten, es hat ein 4-Zoll-Farbdisplay, einen Komfortmodus und eine sprachunterstützte Menüführung. Auch das TechniSat DIGITRADIO 3 hat eine Fernbedienung und ein OLED-Display. Bei Uhrenradios wie dem Philips TAR4600 ist die große Ziffernanzeige der Vorteil.
Kann ich mit dem Radio Musik vom Smartphone abspielen?
Sieben der zehn Geräte nennen Bluetooth: TechniSat DIGITRADIO 3, Albrecht DR 865, Tivoli Model One Digital+ Gen3, Pure Classic H4, Ruark R1 Mk4, Sharp DR-P420 und Sangean DDR-7. Karcher DAB 2405 und Philips TAR4600 haben kein Bluetooth, beim TechniSat DIGITRADIO 1 S macht die Herstellerseite dazu keine Angabe. Wer kein Bluetooth hat, kann über den AUX-Eingang ein Kabel nutzen, sofern das Gerät einen hat.
Wie viel Strom verbraucht ein DAB+-Radio?
Wenig. Das Philips TAR4600 nennt bis 1,5 W im Betrieb und bis 0,8 W im Standby, das Ruark R1 Mk4 typisch 4 bis 8 W im Betrieb und 0,7 W im Standby. Bei vier Stunden Hörzeit am Tag und 0,35 Euro je Kilowattstunde ergeben sich bei diesen Geräten etwa 3 bis 5 Euro im Jahr. Große Stereogeräte mit bis zu 40 W Höchstleistung kosten bei hoher Lautstärke mehr.
Wie lange hält ein Batterie- oder Akkuradio?
Das Sharp DR-P420 läuft laut Hersteller mit vier Alkaline-Zellen bis zu 16 Stunden, das TechniSat DIGITRADIO 1 S mit seinem Akku bis zu 8 Stunden. Das Sangean DDR-7 hat einen 2600-mAh-Akku, eine Laufzeit nennt die Herstellerseite nicht. Die Angaben gelten bei mittlerer Lautstärke, bei hoher Lautstärke sind die Zeiten kürzer. Für den täglichen Betrieb zu Hause ist das Netzteil günstiger als Batterien.
Brauche ich eine externe Antenne?
Meist nicht. Die mitgelieferte Teleskopantenne genügt in Gegenden mit gutem DAB+-Empfang. Bei Problemen hilft zuerst ein besserer Standort. TechniSat DIGITRADIO 3 und Ruark R1 Mk4 haben eine F-Buchse für eine externe Antenne, das Sangean DDR-7 einen Anschluss für eine UKW-Antenne. Eine externe Antenne lohnt sich vor allem in Kellern, Gebäuden mit dicken Wänden und am Rand der Sendegebiete.
Fazit
Die zehn Geräte decken drei Klassen ab. Wer ein Radio für Küche oder Schlafzimmer sucht, findet bis etwa 60 Euro Geräte mit Wecker, Speicherplätzen und teilweise Bluetooth, die im Klang aber auf Zimmerlautstärke begrenzt sind. Im mittleren Preisbereich bis 150 Euro liegen Tischradios mit 2 bis 14 W Leistung, größerem Display oder Seniorenfunktionen, die sich für den täglichen Gebrauch im Wohnzimmer eignen. Die Geräte ab 199 Euro, darunter ein Stereogerät mit CD-Player und ein Streaming-Tischradio, bieten die höchste Leistung und Ausstattung. Entscheidend sind die Nutzung und die Bedienung: Wer täglich viele Stunden hört, profitiert von Leistung und Display, wer nur morgens Nachrichten wünscht, braucht keine Streaming-Funktion.
Vergleichssieger ist der TechniSat DIGITRADIO 3 mit der Gesamtnote 1,4. Das beste Verhältnis von Preis und Leistung bietet der Sharp DR-P420 (Note 2,5, ca. 40 €).